Den Winter im Hohen Norden mit AIDAcara erleben

Liebe(r) Leser(in),

Norwegen im Sommer, nach Möglichkeit die Mitternachtssonne zu erleben das ist schon toll. Nach Norwegen im Winter mit dem Schiff zu fahren klingt vielleicht im ersten Moment etwas seltsam, ist jedoch absolut genial. Wir starten am 10. Februar in Hamburg mit dem AIDA Mutterschiff, AIDAcara. Wie so oft auf einer Seereise ist der erste Tag ein Seetag. Unser erstes Ziel dieser Reise ist das kleine Hafenstädtchen Haugesund. Es liegt an der Südwestküste Norwegens zwischen Bergen und Stavanger. Bereits zur Wikingerzeit entwickelte sich hier ein bedeutendes Schiffahrts- und Handelszentrum, direkt am Karmsund und dem historischen Nordvegen gelegen, welcher dem heutigen Norwegen den Namen gab. Heute hat Haugesund rund 36 000 Einwohner und ist durch den Fischfang (vor allem Hering) zu Wohlstand gekommen. Auch als kultur- und Festivalstadt hat Haugesund sich einen Namen gemacht. Vom Heringsjazz (Sildajazz), über das Norwegische Filmfestival (Den Norske Filmfestival) bis zum längsten Heringsbuffet der Welt – ein Besuch lohnt sich.

Wir erreichen Haugesund einige Stunden früher als geplant, denn unser Käptn  Tommy Möller gab sehr ordentlich Gas um vor einem Sturmtief den Hafen zu erreichen. Es ist ihm gelungen, herzlichen Dank! Dadurch haben wir eine relativ ruhige Nacht.

AIDAcara

Am Morgen unternehmen wir bei Schneefall und Temperaturen knapp unter 0°C einen Ausflug zum wahrscheinlichen Grab Harald Schönhaars und anschließend fahren wir zum Akrafjord. Zum Mittag erwartet uns ein reichliches Buffet regionaler Spezialitäten. Vom Lachs bis zum süßen braunen Käse – super lecker. Gut gestärkt befahren wir mit einem kleinen Ausflugskutter den Akrafjord bis zum größten Wasserfall der Region, den Langfoss. Der Wasserfall ist teilweise gefroren. Unser Boot pirscht sich an an den Langfoss. Einer unserer Skipper entnimmt etwas vom Heiligtum des Wasserfalls, klarstes Gletscherwasser – für alle!

Zurück zum Schiff fahren wir wieder mit dem Bus, kurzer Stopp noch bei einer Künstlerin welche die alte norwegische Rosenmalerei in ihrem Atelier pflegt.

Gegen 17 Uhr sind alle wieder an Bord und AIDAcara nimmt Kurs auf Bodø. Bis dahin sind es 612 Seemeilen oder 1133,4 Kilometer. Deshalb verbringen wir einen Tag bei herrlichem Sonnenschein auf See und fiebern schon etwas der Überquerung des nördlichen Polarkreises kurz vor Mitternacht entgegen.

Um 23.50 Uhr ist es dann soweit. Das Typhon ertönt und die Gäste vollziehen den symbolischen Sprung über den Polarkreis. Zur Krönung des Abends zeigen sich tatsächlich die ersten noch etwas schwachen Polarlichter. Genial. Wenn mir zu diesem Zeitpunkt jemand gesagt hätte wir würden in sieben darauf folgenden Nächten Polarlichter sehen – ich hätte es nicht geglaubt. Tatsächlich haben wir dann die Grüne Woche wirklich erlebt. Super viel Glück gehabt!

Bodø ist mit 50 000 Einwohnern die größte Stadt der Provinz Nordland. Die Stadt ist mit seinen Verkehrsanbindungen das Tor zum Norden. Erste Zeugnisse von Ansiedlungen reichen rund    10 000 Jahre zurück.

Saltraumen

Wir nutzen den Aufenthalt und fahren mit dem Bus zum stärksten Gezeitenstrom der Welt – der Saltstraumen. Eine 150 Meter breit und 31 Meter tiefe Meeresenge durch welche alle 6 Stunden rund 400 Millionen Kubikmeter Wasser gepresst werden. Das ganze Phänomen wird lediglich durch einen Höhenunterschied von 1 bis 2 Metern ausgelöst. Schon beeindruckend.

Wer Norwegen im Winter besucht macht nichts falsch Schuhspikes  mit sich zu führen. Diese kann man im Rucksack verstauen und hat sie schnell an den Füßen wenn es glatt wird. Das passiert nicht nur hier am Saltraumen, alle Wege waren total vereist, sondern fast überall in Norwegen wird nicht viel gestreut. Übrigens hatte ich mich am Anfang über die hohen Geschwindigkeiten aller Kraftfahrzeuge auf den meist vereisten Straßen gewundert. Dies ist in Norwegen kein Problem. Alle Fahrzeuge fahren ebenfalls mit Spikereifen.

Winter im Hohen Norden

Aber wir haben noch mehr vor. Mit dem Bus fahren wir durch wunderbare, zunehmend tiefer verschneite Fjordlandschaften. An den Rändern und Enden sind die Fjorde zugefroren. Eisangler hinterlassen ihre Spuren. Das Eis ist blutrot.   Weitaus reizvoller sind die zahlreichen Wasserfälle an den Fjordwänden. Diese sind fast alle zu majestätischen oder bizarren Eisskulpturen erstarrt. Grandios. Am Mittag erreichen wir ein Dorf am Fjord und besuchen einen echten Deutschen. Er lebt hier seit vielen Jahren und baut Boote. Es gibt auch etwas zum Mittagessen. Lammfleisch, Pilze, Rosenkohl und Kartoffelbrei. Alles vom Holzteller, dazu Plastikbesteck. Schmeckt gut, besonders lecker ist der Nachtisch, Fladenbrot mit süßem braunen Käse und Sahne.

Nächste Station ist Saltdal. Das Heimatmuseum mit echten alten norwegischen Hütten ist Klasse. Tief verschneit, das offene Feuer lodert und ein Mädchen bäckt das original Fladenbrot. Gern auch zum probieren mit einem Kaffee dazu. Nette Geste und sehr lecker.

Einige Meter weiter besuchen wir noch ein kleines Museum über die Zeit des 2. Weltkrieges. Das ist doch ein etwas spezielles Thema und erfordert eine komplexere Betrachtung. Vielleicht zum schmunzeln und nachdenken: Nach Kriegsende haben sich die Deutschen in Norwegen noch recht wohl gefühlt, wahrscheinlich auch die norwegischen Mädels. Fest steht, das das Wikingerblut ordentlich aufgefrischt wurde. Das Jahr nach Kriegsende bescherte Norwegen den geburtenreichsten Jahrgang mit ca. 10 000 Kindern.

Die Rückfahrt zum Schiff meistern wir mit der Norwegischen Staatsbahn. So können wir die Fahrt am Fjord noch aus anderer Perspektive erleben. Ein erlebnisreicher Tag liegt hinter uns. Der Himmel klart auf und sie zeigen sich tatsächlich wieder, die Polarlichter.

Bis zum nächsten Hafen unserer Reise legt AIDAcara 201 Seemeile zurück, das entspricht 372 Kilometern.

Der nächste Morgen beschert uns einen phantastischen Sonnenaufgang. Wir befinden uns in der Fjordlandschaft und unser Kapitän hält Kurs auf Tromsø. Am Ufer ist tatsächlich auch ein Elch zu sehen, erntet wahrscheinlich etwas leckeres in einem Vorgarten und schreitet dann gemächlich weiter seines Weges. Wir haben auf unserem Weg nach Tromsø noch eine kritische Stelle zu passieren. Eine Brückendurchfahrt. Der Lotse meint es ist noch ein Meter Luft zwischen AIDAcara und der Brücke, für mich sah es sehr eng aus…

Wir erreichen die Eismeerstadt Tromsø planmäßig. Oberhalb des Polarkreises ist Tromsø die größte und bedeutendste Stadt, war und ist der begehrteste Starthafen für Polar Expeditionen. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten findet der Besucher in Tromsø. So zum Beispiel die bekannte Eismeerkathedrale und das Polarmuseum, wo sogar ein Backenzahn von Roald Amundsen zu finden ist.

Eismeerkathedrale

AIDAcara liegt zwei Tage in Tromsø. Eine gute Gelegenheit einen Ausflug am Abend zu unternehmen. Mit dem Bus fahren wir zum Wild Life Center. Kurz vor Abfahrt scheint sich etwas zu ereignen. Alle sind aufgeregt und da sind sie wieder zu sehen, die Polarlichter. So intensiv haben wir sie bis jetzt noch nicht erlebt, Aurora Borealis tanzt für uns ganz wunderbar!

Polarlichter

Im Wild Life Center erwarten uns die Huskys zu nächtlichen Schlittenfahrt. Eisige Kälte, der Himmel klar, rasante Fahrt mit dem zehnspännigem Hundeschlitten und als Krönung tanzen die Polarlichter für uns am Himmel. Nach der Schlittenfahrt haben wir noch Aufenthalt im Camp. Es gibt heiße Getränke und Kuchen. In einem Lowvo, das ist eine traditionelle Behausung der Sami (indigenes Volk im Norden Fennoskandinaviens). Wir erfahren viel interessantes über das Leben der Samen und lauschen dem traditionellen Gesang.

Unser zweiter Tag in Tromsø.  An den Küsten und in den Fjorden ist es nicht ganz so kalt, da der Golfstrom noch bis Tromsø seine Wirkung zeigt. Es ist sonnig und während der Fahrt zum Camp Tamok wird es immer kälter. Vom Camp fahren wir noch ein kleines Stück bis zu einem Tal. Die Rentiere erwarten uns zur Schlittenfahrt. Sonnenschein, minus 21 Grad Celsius. Warme Kleidung dringend erforderlich. Zuerst dürfen wir uns mit den Rentieren vertraut machen. Etwas Futter, Moose und Fleckten, erleichtern die Kontaktaufnahme erheblich. Rentiere werden meist in der freien Natur gehalten. Nur die Samen und der norwegische Staat dürfen dies tun. Einige Tiere werden für touristische Zwecke in großzügigen Gattern gehalten. Zahm werden aber auch diese Tiere nicht. Trotzdem lassen sie sich vor unsere Schlitten spannen. Dann geht sie los unsere Rentier Schlittenfahrt. Ungefähr 40 Minuten waren wir unterwegs. Eine interessante Erfahrung. Bei diesen Temperaturen waren wir aber dann doch ganz froh an das wärmende Lagerfeuer zurückzukehren.

Winter im Hohen Norden

Zurück im Camp Tamok gibt es heiße Rentiersuppe und warme Getränke. Als Dessert wieder der lecker braune, süße Käse. Danach ist noch Zeit das gesamte Camp zu inspizieren bevor wir mit dem Bus zurück zum Schiff fahren. 19.30 Uhr Alle Mann an Bord. AIDAcara macht sich auf den Weg zum nördlichsten Ziel unserer Reise. Noch 129 Seemeilen oder 239 Kilometer bis Alta.

Umrahmt von einer faszinierenden Berglandschaft, an der Mündung einer der bekanntesten Lachsflüsse Norwegens, liegt Alta. Die Hauptstadt der Provinz Finnmark ist auch als Stadt der Nordlichter sehr bekannt. Am Vormittag besuchen wir das Iglo Hotel Sorrisniva. Die Zimmer, Suiten, eine vollständige Kapelle für Trauungen, Eisskulpturen und natürlich eine Bar. Alles wird jedes Jahr aufs neue aus Schnee und Eis erschaffen. Wir genehmigen uns einen leckeren Drink an der Bar, natürlich ist auch das Glas aus Eis. Dieses durfte jeder Gast gern als Souvenir mit nach Hause nehmen.  Das Hotel wird bereits im Mai im Fluß Alta verschwunden sein, bei Einbruch des Winters wird es von nur 7 Leuten in nur 4 Wochen neu entstehen. Natürlich jedes Jahr einzigartig. Toll!

Am Abend (AIDAcara liegt wieder bis zum nächsten Tag an der Pier) haben wir noch eine Polarlicht Tour gebucht. Ich bin skeptisch, ob diese von Erfolg gekrönt sein wird, denn zu allem Überfluss fängt es auch noch an zu schneien.

Paeskatun – Die Heimat des magischen Lichts, klingt vielversprechend. Bei Schneefall startet unser Bus Richtung Polarlichtzentrum. Die Stimmung ist nicht so euphorisch, denn keiner glaubt bei diesem Wetter an Nordlichter. Wir fahren eine halbe Stunde mit dem Bus bis in das nahe gelegene Schieferabbaugebiet. Auch ohne die magischen Lichter lohnt sich der Besuch durchaus. Wir erfahren einiges über die Nordlichter, auch gibt es eine Ausstellung des örtlichen Schieferabbaus. Am offenen Feuer im Sami Zelt, oder im wohlig warmen Ausstellungsgebäude wird uns bei Kaffee und Kuchen die Nacht versüßt. Plötzlich wie aus dem Nichts ertönt das Signal: Polarlichtaktivität! Unglaublich. Damit hatte wohl kaum einer gerechnet. Aber sie tanzt tatsächlich für uns am Himmel, Aurora Borealis . Tief zufrieden kehren wir zurück an Bord von AIDAcara. Zur Überraschung werden wir mit heißer Gulaschsuppe und Tee mit oder ohne Schuß herzlich begrüßt.

Sehr zufrieden fallen wir müde in die Kojen. Es ist schon weit nach Mitternacht. Gerade eingeschlummert werden wir per Kabinendurchsage vom Wachoffizier der Brücke geweckt (das haben alle Passagiere mit der Besatzung vereinbart um nix zu verpassen!): Polarlichtalarm! Es ist ein bisschen wie eine Droge. Wieder rein in die warmen Daunensachen, Kamera und Ersatzakku schnappen und raus an Deck. Es lohnt sich! Die Kamera wird gequält bis die Akkus leer sind (bei der Kälte und dem Aufnahmemodus wird viel Energie benötigt). Noch zufriedener falle ich dann gegen 03 Uhr ins Bett. Einfach nur schön. Gute Nacht!

Am nächsten Morgen wollte AIDAcara Alta gegen 11 Uhr eigentlich verlassen. Leider fehlt noch ein wichtiges Crew Mitglied, sollte per Flieger ankommen. Na mal sehen. Wir genießen an Bord noch Alta bei minus 14 Grad, Sonnenschein und alles in arktisches Blau getaucht. Aus dem Meer steigt bei dieser Kälte der sogenannte Seerauch auf. Gegen 13 Uhr geht es dann los. Am Abend gibt es dann von Bord aus wieder wunderbare Polarlichter, teilweise am gesamten Nachthimmel.

AIDAcara

Vorbei an den Lofoten sind es 312 Seemeilen/ 578 Kilometer bis Sortland. Die sogenannte Blaue Stadt liegt inmitten hunderter Inseln und Schären. Wir besuchen noch einmal das Volk der Samen mit ihren Rentieren. Nachmittags unternehmen wir einen kleinen Stadtbummel um uns einen Eindruck vom BLAU zu verschaffen. Für mich ist es etwas übertrieben…

Flagge der Samen

17.30 Uhr Alle Mann an Bord! Kurs auf Trondheim – 414 Seemeilen – 767 Kilometer bis dahin. Am Abend sehen wir noch einmal, wahrscheinlich zum letzten Mal auf dieser Reise Polarlichter.

Die Etappe bis Trondheim ist doch ganz schön groß, deshalb gibt es auch zur Erholung einen Seetag. Am Vormittag hören und sehen wir einen Vortrag vom Lektor Bernd Kiesewetter (immer eine gute Wahl!) und am Nachmittag gibt es dann auch noch eine Menge Wale zu beobachten.

Am nächsten Tag erreichen wir pünktlich 08.00 Uhr Trondheim. Starker Schneefall sorgt auch an Bord für Winterfreuden. An der Pier wird AIDAcara vom örtlichen Chor herzlich begrüßt. Wir unternehmen einen Ausflug in das Skimuseum. Urige alte norwegische Holzhüttten und historische Wintersportgeräte sind hier zu sehen. Die Wintersportgeräte können im verschneiten Gelände getestet werden. Ein riesen Gaudi! Zwei junge Norweger inszenieren eine Art Parodie und lassen uns die Geschichte der Holzhäusser hautnah erleben. Auch ein kleiner Imbiss gehört dazu. Wir lassen uns Schinken, Fladenbrot, Apfelsinen und heißen Kakao schmecken. Uns hat es sehr gut gefallen. Dann geht es auch schon zurück zum Schiff, denn AIDAcara wird bereits um 14 Uhr Trondheim verlassen.

Die letzte Station dieser wundervollen Winterreise ist Bergen. Auch hier lohnt sich ein Besuch zu jeder Jahreszeit. Der Vorteil im Winter ist sicher die Anzahl der Touristen, viel weniger als im Sommer. Den Vormittag genießen wir in Bergen bei Sonnenschein auf eigene Faust. Am Nachmittag noch eine kleine Rundfahrt mit dem Bus und Besuch in der Eisbar. Ein schöner Abschluß unserer Reise Winter im Hohen Norden.

Auch der letzte Seetag auf dem Weg nach Hamburg ist gut ausgefüllt. Ein Vortrag von Klaus Kiesewetter über Eisbären am Vormittag, oder die Nautische Stunde mit Offizieren der AIDAcara lassen keine Langeweile aufkommen!

Eine wunderbare, zum Teil märchenhafte Winterreise geht nun zu Ende. Sehr gern wieder!

Marek Decker

 

 

Mit AIDAluna Island, Spitzbergen und Norwegen erleben Teil 8 – Bergen/Norwegen

Liebe(r) Leser(in),

wir haben heute den letzten Hafen unserer Reise erreicht. Bergen in Norwegen. Als Besucher fühlt man sich ein wenig wie im Märchen. Bergen ist eine sehr liebenswerte Stadt, eingebettet zwischen sieben Bergen am inneren Byfjord. Als Besucher bummelt man auf jeden Fall durch das alte Hanse Handelszentrum Bryggen. Historische Kaufmannshäuser, kleine Höfe, enge Gassen und fast alles aus dem Holz der alten Handelszeit.

Auch mit dem Wetter haben wir Glück, es scheint die Sonne! Ansonsten ist Bergen eine der regenreichsten Städte überhaupt mit durchschnittlich mehr als 200 Regentagen im Jahr.

Unbedingt sollte man auch den Hafen mit seinem berühmten Fischmarkt (Fisketorget) besuchen. Frischer Fisch und Meeresfrüchte, aber auch Produkte von Elch und Ren werden hier angeboten. Wenn Sie Einkäufe tätigen möchten und mit dem Schiff unterwegs sind, bitte genau vorher nachfragen was an Bord darf und was nicht! Wir haben es erlebt, das selbst original verpackte Salami in die Tonne wandern musste.

Vom Fischmarkt gelangt man problemlos zu Fuß zur Talstation der Standseilbahn Fløibanen. Diese Bahn bringt Sie auf das Bergplateau des Fløyen. Belohnt wird jeder Besucher mit einem tollen Panoramablick über Bergen. Falls viele große Schiffe in Bergen angekommen sind, würde ich ihnen empfehlen zuerst die Fløibanen anzusteuern und danach die Stadt zu erkunden. Die meisten Gäste der Schiffe kommen über Bryggen zum Fischmarkt und dann zur Fløibanen.

Wer etwas mehr Zeit hat und noch höher hinaus will kann mit der Ulriksbanen auf den 643 Meter hohen Berg Ulriken fahren.

Über einen Besuch würde sich auch das Bergen Aquarium, die Festung Bergenhus oder eines der zahlreichen Museen in Bergen freuen.

Nun geht dieser schöne und recht warme Tag in Bergen für uns zu Ende. Um 18.00 Uhr nimmt AIDAluna Kurs in Richtung Kiel. Vor uns liegt noch ein Seetag und 641 Seemeilen, das sind 1187 Kilometer zum langsam Abschied nehmen. Es war eine tolle, sehr erlebnisreiche Reise. Sehr gern wieder!

Na dann: Auf AIDAsehn!

P.S. Sollten Sie Ihre Reisen sowieso im Internet buchen, dann dürfen Sie sehr gern die Links auf meiner Seite nutzen. Fragen beantworte ich gern. Herzlichen Dank.

Mit AIDAluna Island, Spitzbergen und Norwegen erleben Teil 7 Leknes/Lofoten

Liebe(r) Leser(in),

die gesamte Reise ist ja irgendwie von Höhepunkten geprägt, aber auf den Besuch der Lofoten habe ich mich ganz besonders gefreut. Ich sollte nicht enttäuscht werden, soviel schon vorab. Sogar das Wetter ist fast sommerlich. 14 Grad Celsius und relativ viel Sonne. Super.

Heute wird getendert, das bedeutet AIDAluna legt an keiner Pier an, sondern die Rettungsboote bringen uns an Land und auch wieder zurück zum Schiff. Wir haben einen kombinierten Ausflug gebucht. Erster Teil mit dem Schnellboot durch die Inselwelt der Lofoten bis zum Trollfjord. Anschließend Mittagessen und den Rest des Tages mit dem Bus über die Lofoten auf dem Landweg.

Das Schnellboot legt direkt am Schiff an. Mal was spannendes. Um auf das Ausflugsboot zu gelangen müssen wir in den Keller, auf Deck 3 können wir umsteigen. Alle Mann an Bord (Frauen und Kinder sind auch dabei) – mit Vollspeed geht es los!

Das sagenumwobene Land der Lofoten, oberhalb des Polarkreises vor der Küste Norwegens, beeindruckt mit Landschaften wie aus dem Bilderbuch. Es präsentiert sich wilde Natur mit zerklüfteten Bergen, Täler mit Sommerwiesen (so haben wir sie gesehen). Die Wikinger nannten die Lofoten Inseln der Götter.

Trockengestelle für Stockfisch

Der Haupterwerbszweig der Bewohner ist neben dem Tourismus der Fischfang und die damit verbundene Industrie. Kleine Fischerboote fangen von Mitte Januar bis Mitte April vor allem den geschlechtsreifen Kabeljau, auch als Dorsch bezeichnet. Gut zu sehen sind am Rande der kleinen Ortschaften riesige Holzgestelle, auf denen dann der Fisch trocknet. Stock- oder Klippfisch wird heute zum größten Teil exportiert. In Spanien und Portugal wird er als „bacalao“ oder „bacalhau“ häufig angeboten.  Aus den harten, trockenen Stücken  Stockfisch wird durch wässern (bis zu 36 Stunden) wieder festes,  saftiges Fischfleisch. In diesem Zusammenhang finde ich es hoch interessant, das der Stockfisch durch das trocknen keineswegs an Nährwert verliert. Im Gegenteil: 1 kg Stockfisch bringt so viel Vitamin B, Kalzium und Eisen wie 5 kg Frischfisch. Sein Eiweißgehalt steigt enorm, während der Fettanteil niedrig bleibt. Dann machen wir vielleicht nach der Kreuzfahrt mal eine Stockfisch Diät…

Nach wunderbarer Fahrt durch die Lofoten zu Wasser gelangen wir zum Trollfjord. Die Einmündung  ist nur 100 Meter breit. An der weitesten Stelle wächst der Fjord auf gerade mal 800 Meter an. Im Süden wird der Trollfjords durch den 1084 Meter hohen Trolltindan begrenzt, im Norden steigen der 998 Meter hohe Blåfjell und der 980 Meter hohe Litlkorsnestinden direkt senkrecht aus dem Wasser empor. Das ist schon sehr beeindruckend. Einige Wasserfälle ergänzen dieses Naturschauspiel perfekt. Schauen Sie genau hin. In den Felswänden wohnen definitiv die Trolle!

Tief beeindruckt setzen wir die Fahrt mit dem schnellen Boot fort. Zwischenstopp an einer kleinen Insel, auf welcher sich zahlreiche Seeadler tummeln. Etwas später verlassen wir das Schiff. Zum Mittag gibt es allerlei landestypische Speisen, natürlich auch Fisch. Sehr lecker. Nach der Mittagspause setzen wir unseren Ausflug per Bus fort um die Lofoten auch von der Landseite kennen zu lernen.

Wer die Lofoten bereist kann tatsächlich nichts falsch machen. Es präsentiert sich uns eine reizvolle Landschaft, ganz gleich wohin man schaut. Zum Schluss besuchen wir noch eine Glasbläserei. Hier können wir zuschauen wie Vasen und Schalen in ortstypischen Farben handwerklich hergestellt werden.

Am Abend kommen wir mit dem Bus in Leknes an. Das Tenderboot bringt uns sehr bequem zu unserer AIDAluna. Es war ein toller Tag!

Vor uns liegt ein Seetag. Danach erreichen wir den letzten Hafen unserer Reise, Bergen/Norwegen.

P.S. Sollten Sie Ihre Reisen sowieso im Internet buchen, dann dürfen Sie sehr gern die Links auf meiner Seite nutzen. Fragen beantworte ich gern. Herzlichen Dank.

 

 

 

Mit AIDAluna Island, Spitzbergen Und Norwegen Erleben Teil 6 Hammerfest und Tromso

Liebe(r) Leser(in),

auf nach Hammerfest! Mit diesem Schlachtruf zogen in den 1970er und 80er Jahren Scharen von Weltenbummlern und Aussteigern in den Norden Norwegens, in die zu dieser Zeit noch nördlichste Stadt der Welt. Sie hofften das Gefühl von grenzenloser Freiheit in Hammerfest spüren zu können.

Wir kommen mit AIDAluna in das beschauliche Städtchen, welches rund 10000 Einwohner zählt und sich zumindest noch nördlichste Stadt Europas nennen kann. Wir unternehmen einen Stadtbummel, mit dem Ziel den Eisbärenklub zu besuchen. Nach kurzer Zeit sehen wir auf dem Gehweg bereits Spuren von einem Eisbär. Wer diese verfolgt, wird direkt zum Eisbärenklub oder The Royal and Ancient Polar Bear Society geleitet. Das ganze ist Museum und Touristinformation in einer Einheit. Wir entschließen uns Mitglieder zu werden. Sicher ist es besser die Stadt Hammerfest und die Polarregion zu fördern als ein paar sinnlose Reiseandenken zu kaufen.

Ziel der Gesellschaft: Die Königliche und Alte Eisbär-Gesellschaft hat sich zum Ziel gesetzt, Hammerfests Traditionen als Basis für die Jagd in arktischen Gewässern zu erhalten. Wegen der geographischen Lage der Stadt, hat es seit den älteren Zeiten, eine innige Verbindung mit der Jagd und Fischerei in arktischen Gewässern. Aus diesem Grund möchte die Gesellschaft historische und wissenschaftliche Interessen sammeln und bewahren, bevor alle Spuren von ihnen verschwinden.

Mitglied der Eisbär-Gesellschaft kann man nur werden, indem man sich selbst vor Ort als Mitglied registrieren läßt!

Als Mitglied der Gesellschaft erhalten Sie:

  • Die berühmte Eisbärnadel in Silber und Emaille.

  • Ein Diplom, unterschrieben und datiert vom Bürgermeister der Stadt.

  • Mitgliedskarte mit Ihrer exklusiven Nummer.

  • Mitgliedschaftsaufkleber

  • 10% Rabatt in unserem Souvenirshop (ausgenommen Postkarten und Briefmarken).

Die Mitglieder sind herzlich willkommen zum jährlichen Treffen der Gesellschaft, welches  jedes Jahr am dritten Sonntag im Januar um 18.00 Uhr in Hammerfest stattfindet.

Die Mitgliedschaft kostet einmalig NOK 220, –

Wir haben nun die Mitgliedsnummern bei rund 261 000 plus ein paar wenige, gar nicht so viel, wenn man bedenkt, das der Eisbärenklub bereits im Jahr 1963 gegründet wurde.

Wir sind zufrieden und auch etwas stolz, schlendern noch etwas durch Hammerfest. Dann geht es zurück zum Schiff. Alle Mann an Bord um 18.30 Uhr. AIDAluna nimmt Kurs auf Tromso. 154 Seemeilen oder 285 Kilometer liegen vor uns.

Wir erreichen die Eismeerstadt Tromsø  pünktlich 08.00 Uhr. Die meisten Polar Expeditionen nutzten  Tromsø als Starthafen. Aus diesem Grund finden sie in der Stadt zahlreiche Sehenswürdigkeiten, welche sich mit berühmten Polar Expeditionen und allerlei Kuriosem aus der Polarwelt beschäftigen. Wir besuchen das Polar Museum. Es ist super interessant und es wird sogar ein orignal Backenzahn von Roald Amundsen gezeigt. Keine Angst, er kann nicht mehr beißen!

Vom Polar Museum aus geht es über die 43 Meter hohe Tromsøbrua (Tromsobrücke), wo am Ende die sehr bekannte und vor allem markante Eismeerkathedrale uns zu einem Besuch einlädt. Das imposante sind die riesigen Glasmosaikfenster. An diesen Ort müßte man noch mal zur Zeit der Polarlichter zurück kehren! Bestimmt total beeindruckend dieses imposante Licht in Verbindung mit den gigantischen Glasmosaikfenstern zu erleben.

Tromsø wird auch als das Paris des Nordens bezeichnet, denn nirgendwo gibt es im Verhältnis zur Einwohnerzahl mehr Kneipen, Restaurants und Hotels. Ich persönlich fand die prächtigen Häuser aus Holz ja sehr beeindruckend. Im Stadtzentrum von Tromsø findet man die größte Ansammlung historischer Holzhäuser nördlich von Trondheim und eine der bedeutendsten Gebäudekonzentrationen im Empire-Stil.

Empire ist ein internationaler Baustil, welcher vom Griechenland und Rom der Antike inspiriert war, doch in Tromsø erhielt der Empirestil eine einheimische Note, man verwendete nämlich Holz anstatt Stein. Man sieht weiße Portale mit Halbsäulen und Zahnschnittfriesen an der Fensterumrahmung und es ist alles aus Holz! Da sich Tromsø  im frühen 19. Jahrhundert besonders stark entwickelte, ist es von diesem Empirestil geprägt. Toll anzuschauen! Interessant sind dann noch die Holzbaustile an sich. Diese unterscheiden sich in die Bergener und Trondheimer Tradition. Schauen Sie sich einmal die Häuser genauer an: waagrechte Vertäfelung aus Bergen und senkrechte Vertäfelung aus Trondheim. Bei einem Trondheimhaus befindet sich die Tür in der Mitte der Fassade, bei einem Bergenhaus gibt es eine Tür auf jeder Seite.

Wir haben noch etwas Zeit, um das sehr moderne Polaria Erlbniscenter zu besuchen. Das Gebäude sieht aus wie übereinander geschobene Eisschollen. Im inneren verbergen sich interessante Ausstellungen zur gesamten Polarregion, ein tolles Panoramakino und diverse, auch gigantisch große Aquarien. Ein schönes und lehrreiches Erlebnis für die ganze Familie.

Nach einem sehr erlebnisreichem Tag fahren wir zurück zum Schiff. Um 17.00 Uhr verlassen wir Tromsø.  AIDAluna nimmt Kurs auf die Lofoten. Bis Leknes sind es 243 Seemeilen/ 450 Kilometer. Wir sind sehr gespannt!

 

P.S. Sollten Sie Ihre Reisen sowieso im Internet buchen, dann dürfen Sie sehr gern die Links auf meiner Seite nutzen. Fragen beantworte ich gern. Herzlichen Dank.

 

Mit AIDAluna Island, Spitzbergen Und Norwegen Erleben Teil 5 Nordkap

Liebe(r) Leser(in),

wir haben weitere 536 Seemeilen, das sind 993 Kilometer zurück gelegt. Das ist die Entfernung von Longyearbyen/Spitzbergen bis zum Nordkap. Am späten Abend fahren wir schon mal mit AIDAluna direkt vorbei, um gegen 23.00 Uhr in Honnigsvag/Norwegen an der Pier North festzumachen. Die stählerne Weltkugel, seit 1978 Symbol dieses weltberühmten Felsens, ist vom Meer aus nur ganz winzig zu sehen. So hat man doch einen recht guten Eindruck von den Ausmaßen des Nordkap Felsen.

Gerade hat es geregnet und wir hoffen natürlich auf Mitternachtssonne! Insgesamt ist der Ausflug auch für die Besatzung der AIDAluna eine logistische Herausforderung. Rund 2000 Passagiere wollen in kurzer Zeit zum Nordkap und auch wieder zurück! Alles funktioniert reibungslos, wir sitzen im Bus. Für meinen Geschmack ist bereits die Fahrt zum Nordkap ein schönes Erlebnis, tolle Landschaft und sogar ein paar Rentiere sind zu sehen.

Kurz nach Mitternacht. Wir sind da: 71°10′21′′  das Nordkap ist der nördlichste Punkt des europäischen Festlandes, 307 Meter hoch über den Arktischen Ozean! Auch für uns ist der Gang über den Felsen etwas besonderes.  Das Gefühl das Ende unserer europäischen Welt erreicht zu haben kommt in mir allerdings nicht auf, denn wir waren ja gerade noch rund tausend Kilometer nördlich vom Nordkap – in Spitzbergen.

Auf dem Plateau befindet sich eine Kombination aus Museum und Restaurant. Wir erfahren einiges über die ersten Expeditionen zum Nordkap. Besonders hat mir der Panoramafilm über die vier Jahreszeiten dieser Landschaft voller Kontraste, Licht und atemberaubender Schönheit gefallen. Die Mitternachtssonne konnten wir hinter ein paar Wolken mit gutem Willen erahnen, manche Besucher haben sie auch gesehen… Auf alle Fälle hatte der Regen aufgehört!

 

Ich bin insgesamt vom Nordkap sehr positiv beeindruckt. Unsere Rückfahrt zum Schiff funktioniert auch sehr gut. Eine kurze Wartezeit muss man bei so vielen Leuten allerdings mit einplanen. Wir können noch einmal die Busfahrt als Landschaftsfahrt genießen, denn es ist ja nicht wirklich dunkel, auch nachts um 02.00 Uhr nicht.

Zurück auf unserem Schiff gibt es für alle Hungrigen die obligatorische Gulaschsuppe! Sehr lecker. Bereits um 04.30 Uhr verlassen wir mit AIDAluna Honnigsvag. Kurs Hammerfest. Bis dahin sind es nur 69 Seemeilen oder 128 Kilometer. Gegen 11.00 Uhr werden wir anlegen. Bis dahin können wir uns noch kurz aufs Ohr legen. Gute Nacht, oder Guten Morgen!?

Bis gleich!

P.S. Sollten Sie Ihre Reisen sowieso im Internet buchen, dann dürfen Sie sehr gern die Links auf meiner Seite nutzen. Fragen beantworte ich gern. Herzlichen Dank.

Mit AIDAluna Island, Spitzbergen und Norwegen erleben Teil 4

Liebe(r) Leser(in),

wir haben Akureyri/Island verlassen. Kurs Longyearbyen/Spitzbergen. Bis dahin sind es 973 Seemeilen, rund 1800 Kilometer! Aber erst mal erwartet uns am Abend noch ein echter Höhepunkt. Wir überqueren den nördlichen Polarkreis! Auf dem Pooldeck gibt es an Bord von AIDAluna die zünftige Polarkreistaufe. Natürlich mit Schnaps, passend zu den kühler werdenden Temperaturen serviert der Küchenchef mit seinem Team Eistorte und alle wagen gemeinsam den obligatorischen Sprung über den Polarkreis. Jetzt gehören wir ebenfalls zum auserwählten Kreis der Polarfahrer!

Der nächste Tag ist unser dritter Seetag und ich habe ja schon in den anderen Beiträgen erwähnt was man da so alles machen kann, außer ESSEN. Es gibt auch noch einen Höhepunkt, denn wir fahren dicht an der Passage Jan Mayen vorbei. Die Insel trug zunächst verschiedene Namen, ab 1620 setzte sich die Bezeichnung Jan Mayen nach dem niederländischen Walfangkapitän Jan Jacobs May van Schellinkhout durch. Einige Jahrzehnte wurde die Insel vorallem von niederländischen Walfängern angesteuert, später gelegentlich von Robbenjägern. Es wurden immer wieder einmal Wetter- und Funkstationen betrieben. Während des zweiten Weltkrieges errichteten die Amerikaner ihre Radio- und Peilstation Atlantic City. Nach Kriegsende wurde diese durch Norwegen weiter genutzt. 1960 wurde eine unbefestigte Start- und Landebahn angelegt. Im Anschluß baute man eine neue bemannte Wetterstation. Diese Besatzung der Station, 18 Menschen,  sind auch heute noch die einzigen Bewohner der Insel Jan Mayen (sie werden alle 6 Monate ausgetauscht).

Wir können Jan Mayen sehen, jedoch befindet sich die Insel in einem Nebel und Wolken Gemisch. Ab und zu ist der mit Schnee und Eis bedeckte Beerenberg zu sehen. Dieser erreicht immerhin fast 2300 Meter und ist zum größten Teil vergletschert.

Jan Mayen Passage

Eine weitere Besonderheit unserer Reise ist die Mitternachtssonne, welche wir jetzt Ende Juni erleben können. Es wird nördlich des Polarkreises nicht mehr Nacht, das heißt die Sonne ist auch auf ihrem tiefsten Stand noch über dem Horizont zu sehen, wenn es nicht trübe oder bewölkt ist. Was hier aber recht oft vorkommt, jedenfalls wird es nicht wirklich dunkel.

Der nächste Tag – unser vierter Seetag. Wir freuen uns auf Spitzbergen!

Spitzbergen/Svalbard

Endlich am frühen Morgen ist Svalbard (kühle Küste) – so nennen die Norweger Spitzbergen – in Sicht. Die Außentemperatur beträgt 1 Grad Celsius. Immerhin. Wir sind dem Nordpol schon sehr nah gekommen, was sind da noch reichlich 1000 Kilometer!? Auf Spitzbergen fühlen sich rund 5000 Eisbären recht wohl. Im Gegensatz dazu leben gerade mal knapp 2700 Menschen auf dieser Inselgruppe. Spitzbergen ist eigentlich Niemandsland, steht jedoch unter der Verwaltung Norwegens. Recht, Ordnung und Sicherheit werden vom Sysselmannen vor Ort gewährleistet. Auch ganz interessant: Auf Spitzbergen darf man normal nicht geboren werden und man darf hier eigentlich auch nicht sterben!

Hurtigruten Expeditionsschiff FRAM in Longyearbyen/Spitzbergen

In Longyearbyen drängelt sich AIDAluna an die Pier. Diese ist noch vom Hurtigruten Expeditionsschiff FRAM besetzt.

Longyearbyen/Spitzbergen

Am Vormittag gehen wir erst mal Longyearbyen auf eigene Faust erkunden. Als Stadt würde ich die größere Siedlung fast nicht bezeichnen, obwohl es eine Universität, ein Krankenhaus und das meiste was man so braucht gibt. Ich persönlich bin auf der Suche nach dem einzigartigen Verkehrsschild…

Vorsicht Eisbär! Ab hier nur mit Gewehr!

Denn wenn man den Ort verlassen möchte ist eine autorisierte, bewaffnete Begleitung zwingend erforderlich!

Am Mittag haben wir eine Hundeschlittenfahrt im Sommer gebucht. Das bedeutet die Hunde werden vor einen Wagen gespannt. Aber der Reihe nach. Wir werden mit einem Kleinbus vom Schiff abgeholt. Wenn möglich Kleidung auswählen welche schön warm und wetterfest ist und man sollte sich bewußt sein, das man auch etwas schmutzig werden kann. Wir krabbeln in den Kleinbus, es riecht schon nach Staub und nassem Hund. Die rasante Fahrt führt uns auf der nur mit Schotter befestigten Hauptstrasse zur Husky Station etwas außerhalb von Longyearbyen. Hier erwarten uns schon die Hunde. In einer Hütte bekommen wir Overalls. Das tragen dieser Kleidung ist definitiv von Vorteil, denn es wird doch ziemlich staubig und mit der Zeit auch kalt. Es folgt eine umfangreiche Einweisung zum Umgang mit dem Wagen, einschließlich zur Durchführung der gesamten Fahrt. Alles in englischer Sprache. Dann werden Besatzungen gebildet. Wir sind zu dritt, was perfekt ist. Einer ist für den Wagen verantwortlich, übrigens ganz schön anstrengend, einer darf gern nur mitfahren und genießen, und der dritte hilft beim anspannen der Hunde und ist unterwegs verantwortlich bei den relativ vielen kurzen Stopps die Hunde mit Trinkwasser zu versorgen.

 

Jetzt geht es endlich los. Die Hunde haben jede Menge Energie und es ist nicht ganz einfach die Tiere mit dem Wagen harmonisch in Einklang zu bringen. Letztendlich ist jedes Gespann auf sich allein angewiesen. Wir fahren in einer kleinen Gruppe mit vier Gespannen, ein Scout begleitet uns mit Hilfe, Erfahrung und dem Gewehr. Nach kurzer Zeit macht es dann tatsächlich richtig Spaß mit unserem Gefährt unterwegs zu sein. Das Fahrvergnügen dauerte bei uns so ca. 40 Minuten. Die meiste Zeit nehmen Vor- und Nachbereitung in Anspruch. Uns hat es sehr gut gefallen!

Zu viel Zeit bleibt uns auch nicht, denn bereits 16.00 Uhr verlässt AIDAluna Longyearbyen/Spitzbergen in Richtung Nordkap. Noch ca. zwei Stunden können wir die einzigartige Svalbard Landschaft vom Schiff aus genießen. Schneebedeckte Berge und Gletscherzungen, welche sich bis zum Meer erstrecken kann man mit gutem Auge oder einigen Hilfsmitteln recht gut sehen. Auf jeden Fall hat es sich gelohnt einmal hier gewesen zu sein.

Spitzbergen/Svalbard

Wir freuen uns auf das Nordkap!

P.S. Sollten Sie Ihre Reisen sowieso im Internet buchen, dann dürfen Sie sehr gern die Links auf meiner Seite nutzen. Fragen beantworte ich gern. Herzlichen Dank.

 

Mit AIDAluna Island, Spitzbergen Und Norwegen Erleben Teil 3

Liebe(r) Leser(in),

zwischen Kirkwall und Reykjavik liegen 747 Seemeilen,  rund 1383 Kilometer. Das bedeutet wiederum wir können einen Seetag an Bord von AIDAluna genießen. Praktisch könnten wir ausschlafen, gemütlich Speisen, im besten Fall etwas Sport treiben, dem Lektor gespannt zuhören oder eine andere Veranstaltung besuchen, vielleicht auch gar nichts tun. Ich persönlich schau auch sehr gern einfach mal aufs Meer.

Am fünften Tag unserer Reise erreichen wir pünktlich 10.00 Uhr Reykjavik/Island.  Neben uns grüßt ein ehrwürdiges Kreuzfahrtschiff, die MS ASTOR. Natürlich sind wir alle sehr gespannt auf die Insel aus Feuer und Eis. Deshalb haben wir auch diverse Ausflüge gebucht um möglichst nichts auf Island zu verpassen.

Zügig geht es von Bord und unser Bus ist eine Mischung aus LKW mit Busaufbau. Wir erfahren dann auch bald den Grund. Auf Island gibt es zum Teil sogenannte Sommerstrassen (im Winter nicht zu befahren), diese werden wir benutzen, deshalb muss unser Bus etwas geländetauglich sein. Zuerst besuchen wir den Þingvellir Nationalpark. Dieser Ort hat für die Isländer eine sehr besondere Bedeutung. Auf dem Thingplatz in der Nähe der Schlucht Almannagjá, wurde hier bereits um 930 das jährlich stattfindende Althing abgehalten. Zwei Wochen im Juni dauerte diese Versammlung. Es wurden Gesetze erlassen und Gericht gehalten. Unter anderem wurde im Jahr 1000 die Annahme des Christentums beschlossen und auch am 17. Juni 1944 die Republik Island ausgerufen.

Auch befindet sich im Þingvellir Nationalpark eine spektakuläre geologische Besonderheit. Þingvellir liegt in mitten einer Grabenbruchzone. Das Auseinanderdriften der amerikanischen und eurasischen tektonischen Platten wird hier durch imposante Felsspalten und Risse sichtbar. Diese können sie tatsächlich an manchen Stellen so berühren, dass sie quasi zwischen den Kontinenten stehen.

Weiter geht es teilweise über die schon erwähnten Sommerstrassen zum Gletzscher Langjökull. Mit einer Ausdehnung von rund 900 km² ist der Langjökull der zweitgrößte Gletscher Islands. Die Eisdicke beträgt bis zu 580 Metern. Alle Daten sind natürlich relativ zu betrachten, sie verändern sich. Interessant ist die Tatsache, das unter dem Gletscher mindestens zwei aktive Vulkansysteme vorhanden sind. Wir sind mit unserem LKWBus am Langjökull angekommen, wobei wir auf den besseren Feldwegen ganz ordentlich durchgeschüttelt wurden. Jetzt geht es in einem speziellen Gletscher Fahrzeuge direkt hinauf in ein Meer aus Eis und Schnee. Einsteigen, anschnallen, Luftdruck in den Reifen absenken und los geht es in einem Ungetüm anscheinend russischer Bauart. Der Schnee ist sehr silzig und selbst dieses Monsterfahrzeug hat Probleme auf den Gletscher zu fahren. Irgendwann können wir den Langjökull Gletscher betreten. Wir haben sogar Glück, denn für einen Moment darf die Sonne durch die Wolken scheinen. Ist ja schließlich auch Sommer! Wenn die Sicht es zuläßt hat man vom Gletscher einen wunderbaren Panoramablick. Auf jeden Fall darf man die Sonnenbrille nicht vergessen, selbst ohne Sonne blendet es sonst zu sehr. Wer es möglich machen kann sollte beim Besuch des Gletschers auch das Innere erleben: Ice Cave Tours in Langjökull / https://intotheglacier.is

Für uns geht es aber leider erst mal zurück ins Tal wo wir in einer geheizten Hütte unser Lunchpaket plündern.

Unsere Tour geht weiter über Stock und Stein, später natürlich auch wieder auf gut ausgebauten Strassen. Ein weiterer Stopp ist der Barnafoss (Wasserfall). Ganz in der Nähe von Húsafell stürzt der Fluss Hvítá über mehrere Stufen in eine Schlucht. Die Hvítá muss sich hier durch einige sehr enge Stellen im Lavafeld zwängen. Gespeist wird der Fluss natürlich vom  Gletscher Langjökull.

Barnafoss

In Island sind die Gegensätze schon extrem. Gerade waren wir ja noch im ewigen Eis und schon wenige Kilometer weiter wird es so richtig heiß! Die Deildartunguhver sind heiße Quellen und man sollte schon aufpassen! Überhaupt ist mir in Island ganz allgemein aufgefallen das es nur wenige Absperrungen gibt. In Deutschland undenkbar.

Deildartunguhver

Bevor wir wieder Reykjavik und unser Schiff AIDAluna erreichen stoppt unser Bus noch ganz kurz bei echten Isländern.

Island Pferde

Interessant ist das Island Pferde ohne Fremdbluteinkreuzung gezüchtet werden, die Abstammung muss lückenlos bis nach Island zurückzuverfolgen sein. In Island ist die Einfuhr von Pferden zur Vermeidung von Krankheiten verboten. Daher können Pferde, die in Island geboren wurden und einmal die Insel verlassen haben, nicht wieder nach Island eingeführt werden. Eine weitere Besonderheit dieser Isländer ist die vierte Gangart. Neben Schritt, Trab und Galopp können sie Tölt, auch Pass genannt.

Aber nun geht es wirklich zurück zum Schiff, AIDAluna möchte pünktlich 20.00 Uhr auslaufen. Wir freuen uns schon auf Isafjördur!

Am nächsten Morgen erreichen wir das beschauliche Städtchen Isafjördur. Rund 2600 Menschen leben hier auf einer kleinen Halbinsel im Fjord. Interessant ist, das der Bereich des Hafens durch weitere Aufschüttungen systematisch ausgebaut wird. Ansonsten leben hier die meisten vom Fischfang, direkt und indirekt.

AIDAluna in Isafjördur/Island

Am Vormittag unternehmen wir einen Spaziergang durch den Ort. Auffallend die oft kleinen Häuser aus Holz, Stein und Blech. Als Dacheindeckung wird gern Wellblech in unterschiedlicher Qualität verwendet. Uns fällt auf, das scheinbar nicht alle Isländer wohlhabend sind.

Am Nachmittag besuchen wir per Boot die Vogelinsel Figur. Die Insel ist nur ca. 2 km lang und 400 m breit. Eine einzige Wirtschaft gibt es auf Figur, welche von einer einzigen Familie seit mehr als 180 Jahren bewirtschaftet wird. Neben ein paar Schafen, der Bewirtschaftung des Hofes auch für Besucher beschäftigen sich die Besitzer mit den Eiderenten. Die besonders wertvollen Daunen werden erst nach der Brut und auch nur zum Teil aus den Nestern entnommen. Die Ausbeute ist gering, die Weiterverarbeitung aufwendig, aber es scheint sich zu lohnen. Weiterhin nisten auf der Insel die besonders angriffslustigen Küstenseeschwalben, Papageitaucher und Gryllteiste.

Vogelinsel Figur

Auf Figur gibt es eine kleine Windmühle aus dem Jahr 1840, welche bis 1917 in Betrieb war. Heute ist sie die einzig erhaltene Windmühle auf ganz Island. Mein Fazit. Der Besuch der Vogelinsel Figur lohnt sich auf alle Fälle.

AIDAluna in Isafjördur/Island

Zurück an Bord von AIDAluna  war am Abend etwas Besonderes geplant. Die AIDA Flotte bekam Zuwachs. Das jüngste Flottenmitglied, AIDAperla, wurde in Palma de Mallorca von Lena Gercke getauft. Ups! Sollte getauft werden. Per Videostream waren wir natürlich an Bord live dabei. Die Megasektflasche wurde ausgelöst, schlug an die Schiffswand……und blieb so wie sie war, ging nicht zu bruch! Es war in Palma de Mallorca und auch bei uns an Bord totenstill. In dieser Situation herrschte doch etwas Ratlosigkeit, es hatte niemand damit gerechnet.

Später wurde das Zeremoniell wiederholt, mit glücklichem Ausgang. Auf AIDAluna gab es Sekt und die Küche hatte eine riesige AIDAperla Torte kreiert. Sah lecker aus!

Inzwischen haben wir Kurs auf unsere letzte Station in Island genommen. Am frühen Morgen des kommenden Tages erreichen wir Akureyri. Wir haben einen größeren Busausflug gebucht um noch einige Naturwunder Islands zu erleben. Erster Halt ist am Godafoss, dem Wasserfall der Götter. Er hat seinen Namen von einer isländischen Sage. Demnach beschloss ein Häuptling, dass das Christentum zur Staatsreligion seines Volkes werden solle und entsorgte die alten Götterstatuen als Zeichen ihrer Machtlosigkeit im Wasserfall Godafoss.

Godafoss/ Island

Weiter geht unsere Tour zu den Pseudokratern im Gebiet Myvatn. Sie entstehen wenn heiße Lava über ein Feuchtgebiet strömt, zum Beispiel Sümpfe oder Seen, so verdampft das Wasser schlagartig. Der Dampf durchbricht die Lavadecke in einer Explosion. Dabei wird Lava und teilweise auch das Untergrundmaterial fragmentiert und um einen Krater aufgeworfen. Dieses Phänomen findet man nur auf Island sowie auf dem Mars.

Pseudokrater Island im Gebiet Myvatn

Ein weiterer interessanter Halt auf unserer Rundfahrt ist das Labyrinth von Dimmubogir. Hier türmen sich gewaltige Lavamassen zu sehr interessanten Formen und Formationen auf. Zu Fuß kann man hier die bizarre Schönheit hautnah erleben.

Lavalabyrinth Dimmubogir


Der letzte Stop des heutigen Tages führt uns direkt in die Küche des Teufels. Es stinkt gewaltig nach Schwefel, aber eigentlich ist es Schwefelwasserstoff und der Geruch ist eigentlich der nach faulen Eiern. Diese Dämpfe strömen direkt aus den Solateren, siehe Bild oben. Im Thermalgebiet von Namaskaro gibt es ebenfalls imposante Schlammpfuhle, welche natürlich ebenfalls zur Teufelsküche gehören. Überall brodelt, raucht und stinkt es. Ein Schauspiel welches man sich trotz des intensiven Geruchs nicht entgehen lassen sollte.

Dann geht es mit dem Bus zurück zu Schiff. Was uns während der Ausflüge in Island aufgefallen ist, das sind die Alaska Lupinen. Diese wurden als Gegenmaßnahme zur Bodenerosion im 20. Jahrhundert eingeführt. Wie man heute sehen kann, Ziel schon ganz gut erreicht, weite Flächen sind mit der Alaska Lupine bewachsen.

Alaska Lupinen auf Island

Mein kurzes Fazit zu Island. Eine tolle Region unserer Erde, für alle Liebhaber der Natur unbedingt zu empfehlen.

Alle Mann an Bord, um 17.00 Uhr verlassen wir Akureyri/Island und AIDAluna nimmt Kurs auf Spitzbergen. Beim Auslaufen wird es noch spannend, denn wir können Wale beobachten. Ein weiterer Höhepunkt an diesem Abend wird die Überquerung des Nördlichen Polarkreises sein.

Ein weiterer Teil meines Berichtes folgt in Kürze, hier die Links was wir bisher erlebt haben:

Mit AIDAluna Island, Spitzbergen und Norwegen erleben Teil 1

Mit AIDAluna Island, Spitzbergen und Norwegen erleben Teil 2

 

P.S. Sollten Sie Ihre Reisen sowieso im Internet buchen, dann dürfen Sie sehr gern die Links auf meiner Seite nutzen. Fragen beantworte ich gern. Herzlichen Dank.

Mit AIDAluna Island, Spitzbergen und Norwegen erleben Teil 2

Liebe(r) Leser(in),

nach einem erholsamen Seetag manövriert sich nun unsere AIDAluna durch das Seegebiet der Orkney Inseln. Kurs Kirkwall. Am frühen Morgen überholen wir schon mal unser Schwesternschiff AIDAvita. Die Vita wird auch an diesem Tag Kirkwall ansteuern, allerdings läßt sie uns den Liegeplatz am Kai. Die Gäste von AIDAvita werden tendern, was auch ein schönes Erlebnis ist – meine persönliche Meinung.

AIDAvita vor Kirkwall/Orkney Inseln

Kirkwall ist der größte Ort im Gebiet der Orkney Inseln. Der Ort präsentiert sich als kleine Stadt. Absolut sehenswert ist die Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert und die mittelalterlichen Palastruinen. Ansonsten findet man auf den Orkneys diverse Steinkreise und Hügelgräber aus der Jungsteinzeit. Viele weitere Jahrtausende alte Anlagen gehören zum UNESCO Weltkulturerbe Heart of Neolithic Orkney.

Kathedrale in Kirkwall

Wir haben uns Kirkwall auf eigene Faust angesehen, was kein Problem ist.  Die Stadt hat für die Passagiere der AIDAluna  kostenlose Shuttlebusse bereitgestellt. Die Gäste der AIDAvita wurden mit den Tenderbooten = Rettungsboote direkt zum Anleger des Ortes gebracht. Insgesamt war Kirkwall eine erste nette Destination auf unserem Weg nach Island. Bereits um 15.30 Uhr hieß es wieder einmal ALLE MANN AN BORD!

Auf Wiedersehen, Kirkwall.

Pünktlich um 16.00 Uhr verlassen wir mit AIDAluna Kirkwall, grüßen ein letztes Mal unser Schwesternschiff AIDAvita und nehmen Kurs auf Reykjavik. 747 Seemeilen, das entspricht 1383 Kilometern – trennen uns noch von Island. Diese Distanz macht einen weiteren Seetag nötig.

Ich persönlich mag ja Seetage ganz gern. Endlich etwas Zeit für sich. An Bord gibt es zu jeder Zeit etwas zu erleben. Vorträge, Unterhaltungsshows, Workshops, Wellness, Fitness, Sport, Spiel, Spaß…. Ach ja, fast hätte ich vergessen es zu erwähnen: Sie können ja fast rund um die Uhr ESSEN! Ja und da möchte man ja keine Leckerei auslassen, deshalb auf jeden Fall die Sportsachen zu Hause nicht vergessen! Und vielleicht noch ein Tipp um nicht zu viele zusätzliche Speckröllchen an zusetzten: Meiden Sie die Aufzüge und bewältigen Sie alle Treppenstufen aus eigener Kraft. Das hilft sehr!

Der nächste Teil unser Reise folgt in Kürze – Island wir kommen!

Mit AIDAluna Island, Spitzbergen und Norwegen erleben Teil 1

Mit AIDAluna Island, Spitzbergen Und Norwegen Erleben Teil 3

P.S. Sollten Sie Ihre Reisen sowieso im Internet buchen, dann dürfen Sie sehr gern die Links auf meiner Seite nutzen. Fragen beantworte ich gern. Herzlichen Dank.

Marek Decker

 

Mit AIDAluna Island, Spitzbergen und Norwegen erleben Teil 1

Liebe(r) Leser(in),

sehr lang haben wir darauf gewartet, fast ein Jahr im voraus gebucht und dann kommt er doch – der Tag des Reisebeginns! Es ist Juni und wir starten im Morgengrauen mit voll besetztem  und vollgepacktem Kleinbus in Richtung Kiel. Die Anreise mit der Deutschen Bahn haben wir dieses Mal verworfen – zu viele und zeitlich knappe Umstiege mit zu viel Gepäck! Stattdessen buchte ich einen Parkservice in der Nähe von Kiel, wo unser Auto während der Reise recht sicher in einer Halle (alte Gärtnerei) stand. Auch der Transfer von Nettelstedt zum Hafen Kiel, direkt zum Schiff, sowie nach 17 Tagen Retour verlief optimal.

Kiel

Gegen 11.00 Uhr konnten wir AIDAluna dann endlich erblicken. Wir waren unter den ersten ankommenden Gästen und geduldeten uns noch bis 12.00 Uhr. Dann endlich startete der Check In und es hieß: Willkommen an Bord!

Was könnte man zur Mittagszeit an Bord eines Kreuzfahrtschiffes tun? Richtig! In einem Restaurant schon mal eine Kleinigkeit essen. Danach kurzer Schiffsrundgang und siehe da – unsere Balkonkabine war auch schon bezugsfertig. Super.

Auf die Reise!

Gegen 17.00 Uhr ertönte dann das erwartete, nicht zu überhörende Signal: Generalalarm zur Seenotrettungsübung! Na dann ab zur Sammelstelle und die Rettungsweste nicht vergessen! Wenn diese Übung alle Passagiere ernst nehmen, ist das Ganze Prozedere in reichlich 30 Minuten erledigt. Leider kommt es immer wieder mal vor das Einzelne sich drücken wollen. Geht nicht und kostet leider Zeit.

Endlich Urlaub!

Anschließend beginnt der schöne Teil unserer Reise. 18.00 Uhr verlassen wir pünktlich den Hafen in Kiel. Es ist noch Zeit der Kieler Woche, aus diesem Grund haben wir recht viel Publikum und einige Boote begleiten uns durch die Kieler Förde. Alles mit toller AIDA Auslaufmusik untermalt, da läuft mir noch jedes Mal ein kalter Schauer über den Rücken – wie man so sagt. Sozusagen ein hoch emotionaler Augenblick!

Vor uns liegt ein Seetag bevor wir dann nach 696 Seemeilen, das sind rund 1289 Kilometer unser erstes Ziel erreichen werden. Wir freuen uns auf Kirkwall / Orkneyinseln / Schottland!

Teil 2 meines Reiseberichts folgt in Kürze!

Marek Decker

P.S. Sollten Sie Ihre Reisen sowieso im Internet buchen, dann dürfen Sie sehr gern die Links auf meiner Seite nutzen. Fragen beantworte ich gern. Herzlichen Dank.

Mit AIDAluna Island, Spitzbergen und Norwegen erleben Teil 2

Mit AIDAluna Island, Spitzbergen Und Norwegen Erleben Teil 3