Den Winter im Hohen Norden mit AIDAcara erleben

Liebe(r) Leser(in),

Norwegen im Sommer, nach Möglichkeit die Mitternachtssonne zu erleben das ist schon toll. Nach Norwegen im Winter mit dem Schiff zu fahren klingt vielleicht im ersten Moment etwas seltsam, ist jedoch absolut genial. Wir starten am 10. Februar in Hamburg mit dem AIDA Mutterschiff, AIDAcara. Wie so oft auf einer Seereise ist der erste Tag ein Seetag. Unser erstes Ziel dieser Reise ist das kleine Hafenstädtchen Haugesund. Es liegt an der Südwestküste Norwegens zwischen Bergen und Stavanger. Bereits zur Wikingerzeit entwickelte sich hier ein bedeutendes Schiffahrts- und Handelszentrum, direkt am Karmsund und dem historischen Nordvegen gelegen, welcher dem heutigen Norwegen den Namen gab. Heute hat Haugesund rund 36 000 Einwohner und ist durch den Fischfang (vor allem Hering) zu Wohlstand gekommen. Auch als kultur- und Festivalstadt hat Haugesund sich einen Namen gemacht. Vom Heringsjazz (Sildajazz), über das Norwegische Filmfestival (Den Norske Filmfestival) bis zum längsten Heringsbuffet der Welt – ein Besuch lohnt sich.

Wir erreichen Haugesund einige Stunden früher als geplant, denn unser Käptn  Tommy Möller gab sehr ordentlich Gas um vor einem Sturmtief den Hafen zu erreichen. Es ist ihm gelungen, herzlichen Dank! Dadurch haben wir eine relativ ruhige Nacht.

AIDAcara

Am Morgen unternehmen wir bei Schneefall und Temperaturen knapp unter 0°C einen Ausflug zum wahrscheinlichen Grab Harald Schönhaars und anschließend fahren wir zum Akrafjord. Zum Mittag erwartet uns ein reichliches Buffet regionaler Spezialitäten. Vom Lachs bis zum süßen braunen Käse – super lecker. Gut gestärkt befahren wir mit einem kleinen Ausflugskutter den Akrafjord bis zum größten Wasserfall der Region, den Langfoss. Der Wasserfall ist teilweise gefroren. Unser Boot pirscht sich an an den Langfoss. Einer unserer Skipper entnimmt etwas vom Heiligtum des Wasserfalls, klarstes Gletscherwasser – für alle!

Zurück zum Schiff fahren wir wieder mit dem Bus, kurzer Stopp noch bei einer Künstlerin welche die alte norwegische Rosenmalerei in ihrem Atelier pflegt.

Gegen 17 Uhr sind alle wieder an Bord und AIDAcara nimmt Kurs auf Bodø. Bis dahin sind es 612 Seemeilen oder 1133,4 Kilometer. Deshalb verbringen wir einen Tag bei herrlichem Sonnenschein auf See und fiebern schon etwas der Überquerung des nördlichen Polarkreises kurz vor Mitternacht entgegen.

Um 23.50 Uhr ist es dann soweit. Das Typhon ertönt und die Gäste vollziehen den symbolischen Sprung über den Polarkreis. Zur Krönung des Abends zeigen sich tatsächlich die ersten noch etwas schwachen Polarlichter. Genial. Wenn mir zu diesem Zeitpunkt jemand gesagt hätte wir würden in sieben darauf folgenden Nächten Polarlichter sehen – ich hätte es nicht geglaubt. Tatsächlich haben wir dann die Grüne Woche wirklich erlebt. Super viel Glück gehabt!

Bodø ist mit 50 000 Einwohnern die größte Stadt der Provinz Nordland. Die Stadt ist mit seinen Verkehrsanbindungen das Tor zum Norden. Erste Zeugnisse von Ansiedlungen reichen rund    10 000 Jahre zurück.

Saltraumen

Wir nutzen den Aufenthalt und fahren mit dem Bus zum stärksten Gezeitenstrom der Welt – der Saltstraumen. Eine 150 Meter breit und 31 Meter tiefe Meeresenge durch welche alle 6 Stunden rund 400 Millionen Kubikmeter Wasser gepresst werden. Das ganze Phänomen wird lediglich durch einen Höhenunterschied von 1 bis 2 Metern ausgelöst. Schon beeindruckend.

Wer Norwegen im Winter besucht macht nichts falsch Schuhspikes  mit sich zu führen. Diese kann man im Rucksack verstauen und hat sie schnell an den Füßen wenn es glatt wird. Das passiert nicht nur hier am Saltraumen, alle Wege waren total vereist, sondern fast überall in Norwegen wird nicht viel gestreut. Übrigens hatte ich mich am Anfang über die hohen Geschwindigkeiten aller Kraftfahrzeuge auf den meist vereisten Straßen gewundert. Dies ist in Norwegen kein Problem. Alle Fahrzeuge fahren ebenfalls mit Spikereifen.

Winter im Hohen Norden

Aber wir haben noch mehr vor. Mit dem Bus fahren wir durch wunderbare, zunehmend tiefer verschneite Fjordlandschaften. An den Rändern und Enden sind die Fjorde zugefroren. Eisangler hinterlassen ihre Spuren. Das Eis ist blutrot.   Weitaus reizvoller sind die zahlreichen Wasserfälle an den Fjordwänden. Diese sind fast alle zu majestätischen oder bizarren Eisskulpturen erstarrt. Grandios. Am Mittag erreichen wir ein Dorf am Fjord und besuchen einen echten Deutschen. Er lebt hier seit vielen Jahren und baut Boote. Es gibt auch etwas zum Mittagessen. Lammfleisch, Pilze, Rosenkohl und Kartoffelbrei. Alles vom Holzteller, dazu Plastikbesteck. Schmeckt gut, besonders lecker ist der Nachtisch, Fladenbrot mit süßem braunen Käse und Sahne.

Nächste Station ist Saltdal. Das Heimatmuseum mit echten alten norwegischen Hütten ist Klasse. Tief verschneit, das offene Feuer lodert und ein Mädchen bäckt das original Fladenbrot. Gern auch zum probieren mit einem Kaffee dazu. Nette Geste und sehr lecker.

Einige Meter weiter besuchen wir noch ein kleines Museum über die Zeit des 2. Weltkrieges. Das ist doch ein etwas spezielles Thema und erfordert eine komplexere Betrachtung. Vielleicht zum schmunzeln und nachdenken: Nach Kriegsende haben sich die Deutschen in Norwegen noch recht wohl gefühlt, wahrscheinlich auch die norwegischen Mädels. Fest steht, das das Wikingerblut ordentlich aufgefrischt wurde. Das Jahr nach Kriegsende bescherte Norwegen den geburtenreichsten Jahrgang mit ca. 10 000 Kindern.

Die Rückfahrt zum Schiff meistern wir mit der Norwegischen Staatsbahn. So können wir die Fahrt am Fjord noch aus anderer Perspektive erleben. Ein erlebnisreicher Tag liegt hinter uns. Der Himmel klart auf und sie zeigen sich tatsächlich wieder, die Polarlichter.

Bis zum nächsten Hafen unserer Reise legt AIDAcara 201 Seemeile zurück, das entspricht 372 Kilometern.

Der nächste Morgen beschert uns einen phantastischen Sonnenaufgang. Wir befinden uns in der Fjordlandschaft und unser Kapitän hält Kurs auf Tromsø. Am Ufer ist tatsächlich auch ein Elch zu sehen, erntet wahrscheinlich etwas leckeres in einem Vorgarten und schreitet dann gemächlich weiter seines Weges. Wir haben auf unserem Weg nach Tromsø noch eine kritische Stelle zu passieren. Eine Brückendurchfahrt. Der Lotse meint es ist noch ein Meter Luft zwischen AIDAcara und der Brücke, für mich sah es sehr eng aus…

Wir erreichen die Eismeerstadt Tromsø planmäßig. Oberhalb des Polarkreises ist Tromsø die größte und bedeutendste Stadt, war und ist der begehrteste Starthafen für Polar Expeditionen. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten findet der Besucher in Tromsø. So zum Beispiel die bekannte Eismeerkathedrale und das Polarmuseum, wo sogar ein Backenzahn von Roald Amundsen zu finden ist.

Eismeerkathedrale

AIDAcara liegt zwei Tage in Tromsø. Eine gute Gelegenheit einen Ausflug am Abend zu unternehmen. Mit dem Bus fahren wir zum Wild Life Center. Kurz vor Abfahrt scheint sich etwas zu ereignen. Alle sind aufgeregt und da sind sie wieder zu sehen, die Polarlichter. So intensiv haben wir sie bis jetzt noch nicht erlebt, Aurora Borealis tanzt für uns ganz wunderbar!

Polarlichter

Im Wild Life Center erwarten uns die Huskys zu nächtlichen Schlittenfahrt. Eisige Kälte, der Himmel klar, rasante Fahrt mit dem zehnspännigem Hundeschlitten und als Krönung tanzen die Polarlichter für uns am Himmel. Nach der Schlittenfahrt haben wir noch Aufenthalt im Camp. Es gibt heiße Getränke und Kuchen. In einem Lowvo, das ist eine traditionelle Behausung der Sami (indigenes Volk im Norden Fennoskandinaviens). Wir erfahren viel interessantes über das Leben der Samen und lauschen dem traditionellen Gesang.

Unser zweiter Tag in Tromsø.  An den Küsten und in den Fjorden ist es nicht ganz so kalt, da der Golfstrom noch bis Tromsø seine Wirkung zeigt. Es ist sonnig und während der Fahrt zum Camp Tamok wird es immer kälter. Vom Camp fahren wir noch ein kleines Stück bis zu einem Tal. Die Rentiere erwarten uns zur Schlittenfahrt. Sonnenschein, minus 21 Grad Celsius. Warme Kleidung dringend erforderlich. Zuerst dürfen wir uns mit den Rentieren vertraut machen. Etwas Futter, Moose und Fleckten, erleichtern die Kontaktaufnahme erheblich. Rentiere werden meist in der freien Natur gehalten. Nur die Samen und der norwegische Staat dürfen dies tun. Einige Tiere werden für touristische Zwecke in großzügigen Gattern gehalten. Zahm werden aber auch diese Tiere nicht. Trotzdem lassen sie sich vor unsere Schlitten spannen. Dann geht sie los unsere Rentier Schlittenfahrt. Ungefähr 40 Minuten waren wir unterwegs. Eine interessante Erfahrung. Bei diesen Temperaturen waren wir aber dann doch ganz froh an das wärmende Lagerfeuer zurückzukehren.

Winter im Hohen Norden

Zurück im Camp Tamok gibt es heiße Rentiersuppe und warme Getränke. Als Dessert wieder der lecker braune, süße Käse. Danach ist noch Zeit das gesamte Camp zu inspizieren bevor wir mit dem Bus zurück zum Schiff fahren. 19.30 Uhr Alle Mann an Bord. AIDAcara macht sich auf den Weg zum nördlichsten Ziel unserer Reise. Noch 129 Seemeilen oder 239 Kilometer bis Alta.

Umrahmt von einer faszinierenden Berglandschaft, an der Mündung einer der bekanntesten Lachsflüsse Norwegens, liegt Alta. Die Hauptstadt der Provinz Finnmark ist auch als Stadt der Nordlichter sehr bekannt. Am Vormittag besuchen wir das Iglo Hotel Sorrisniva. Die Zimmer, Suiten, eine vollständige Kapelle für Trauungen, Eisskulpturen und natürlich eine Bar. Alles wird jedes Jahr aufs neue aus Schnee und Eis erschaffen. Wir genehmigen uns einen leckeren Drink an der Bar, natürlich ist auch das Glas aus Eis. Dieses durfte jeder Gast gern als Souvenir mit nach Hause nehmen.  Das Hotel wird bereits im Mai im Fluß Alta verschwunden sein, bei Einbruch des Winters wird es von nur 7 Leuten in nur 4 Wochen neu entstehen. Natürlich jedes Jahr einzigartig. Toll!

Am Abend (AIDAcara liegt wieder bis zum nächsten Tag an der Pier) haben wir noch eine Polarlicht Tour gebucht. Ich bin skeptisch, ob diese von Erfolg gekrönt sein wird, denn zu allem Überfluss fängt es auch noch an zu schneien.

Paeskatun – Die Heimat des magischen Lichts, klingt vielversprechend. Bei Schneefall startet unser Bus Richtung Polarlichtzentrum. Die Stimmung ist nicht so euphorisch, denn keiner glaubt bei diesem Wetter an Nordlichter. Wir fahren eine halbe Stunde mit dem Bus bis in das nahe gelegene Schieferabbaugebiet. Auch ohne die magischen Lichter lohnt sich der Besuch durchaus. Wir erfahren einiges über die Nordlichter, auch gibt es eine Ausstellung des örtlichen Schieferabbaus. Am offenen Feuer im Sami Zelt, oder im wohlig warmen Ausstellungsgebäude wird uns bei Kaffee und Kuchen die Nacht versüßt. Plötzlich wie aus dem Nichts ertönt das Signal: Polarlichtaktivität! Unglaublich. Damit hatte wohl kaum einer gerechnet. Aber sie tanzt tatsächlich für uns am Himmel, Aurora Borealis . Tief zufrieden kehren wir zurück an Bord von AIDAcara. Zur Überraschung werden wir mit heißer Gulaschsuppe und Tee mit oder ohne Schuß herzlich begrüßt.

Sehr zufrieden fallen wir müde in die Kojen. Es ist schon weit nach Mitternacht. Gerade eingeschlummert werden wir per Kabinendurchsage vom Wachoffizier der Brücke geweckt (das haben alle Passagiere mit der Besatzung vereinbart um nix zu verpassen!): Polarlichtalarm! Es ist ein bisschen wie eine Droge. Wieder rein in die warmen Daunensachen, Kamera und Ersatzakku schnappen und raus an Deck. Es lohnt sich! Die Kamera wird gequält bis die Akkus leer sind (bei der Kälte und dem Aufnahmemodus wird viel Energie benötigt). Noch zufriedener falle ich dann gegen 03 Uhr ins Bett. Einfach nur schön. Gute Nacht!

Am nächsten Morgen wollte AIDAcara Alta gegen 11 Uhr eigentlich verlassen. Leider fehlt noch ein wichtiges Crew Mitglied, sollte per Flieger ankommen. Na mal sehen. Wir genießen an Bord noch Alta bei minus 14 Grad, Sonnenschein und alles in arktisches Blau getaucht. Aus dem Meer steigt bei dieser Kälte der sogenannte Seerauch auf. Gegen 13 Uhr geht es dann los. Am Abend gibt es dann von Bord aus wieder wunderbare Polarlichter, teilweise am gesamten Nachthimmel.

AIDAcara

Vorbei an den Lofoten sind es 312 Seemeilen/ 578 Kilometer bis Sortland. Die sogenannte Blaue Stadt liegt inmitten hunderter Inseln und Schären. Wir besuchen noch einmal das Volk der Samen mit ihren Rentieren. Nachmittags unternehmen wir einen kleinen Stadtbummel um uns einen Eindruck vom BLAU zu verschaffen. Für mich ist es etwas übertrieben…

Flagge der Samen

17.30 Uhr Alle Mann an Bord! Kurs auf Trondheim – 414 Seemeilen – 767 Kilometer bis dahin. Am Abend sehen wir noch einmal, wahrscheinlich zum letzten Mal auf dieser Reise Polarlichter.

Die Etappe bis Trondheim ist doch ganz schön groß, deshalb gibt es auch zur Erholung einen Seetag. Am Vormittag hören und sehen wir einen Vortrag vom Lektor Bernd Kiesewetter (immer eine gute Wahl!) und am Nachmittag gibt es dann auch noch eine Menge Wale zu beobachten.

Am nächsten Tag erreichen wir pünktlich 08.00 Uhr Trondheim. Starker Schneefall sorgt auch an Bord für Winterfreuden. An der Pier wird AIDAcara vom örtlichen Chor herzlich begrüßt. Wir unternehmen einen Ausflug in das Skimuseum. Urige alte norwegische Holzhüttten und historische Wintersportgeräte sind hier zu sehen. Die Wintersportgeräte können im verschneiten Gelände getestet werden. Ein riesen Gaudi! Zwei junge Norweger inszenieren eine Art Parodie und lassen uns die Geschichte der Holzhäusser hautnah erleben. Auch ein kleiner Imbiss gehört dazu. Wir lassen uns Schinken, Fladenbrot, Apfelsinen und heißen Kakao schmecken. Uns hat es sehr gut gefallen. Dann geht es auch schon zurück zum Schiff, denn AIDAcara wird bereits um 14 Uhr Trondheim verlassen.

Die letzte Station dieser wundervollen Winterreise ist Bergen. Auch hier lohnt sich ein Besuch zu jeder Jahreszeit. Der Vorteil im Winter ist sicher die Anzahl der Touristen, viel weniger als im Sommer. Den Vormittag genießen wir in Bergen bei Sonnenschein auf eigene Faust. Am Nachmittag noch eine kleine Rundfahrt mit dem Bus und Besuch in der Eisbar. Ein schöner Abschluß unserer Reise Winter im Hohen Norden.

Auch der letzte Seetag auf dem Weg nach Hamburg ist gut ausgefüllt. Ein Vortrag von Klaus Kiesewetter über Eisbären am Vormittag, oder die Nautische Stunde mit Offizieren der AIDAcara lassen keine Langeweile aufkommen!

Eine wunderbare, zum Teil märchenhafte Winterreise geht nun zu Ende. Sehr gern wieder!

Marek Decker

 

 

Mit AIDAluna Island, Spitzbergen Und Norwegen Erleben Teil 3

Liebe(r) Leser(in),

zwischen Kirkwall und Reykjavik liegen 747 Seemeilen,  rund 1383 Kilometer. Das bedeutet wiederum wir können einen Seetag an Bord von AIDAluna genießen. Praktisch könnten wir ausschlafen, gemütlich Speisen, im besten Fall etwas Sport treiben, dem Lektor gespannt zuhören oder eine andere Veranstaltung besuchen, vielleicht auch gar nichts tun. Ich persönlich schau auch sehr gern einfach mal aufs Meer.

Am fünften Tag unserer Reise erreichen wir pünktlich 10.00 Uhr Reykjavik/Island.  Neben uns grüßt ein ehrwürdiges Kreuzfahrtschiff, die MS ASTOR. Natürlich sind wir alle sehr gespannt auf die Insel aus Feuer und Eis. Deshalb haben wir auch diverse Ausflüge gebucht um möglichst nichts auf Island zu verpassen.

Zügig geht es von Bord und unser Bus ist eine Mischung aus LKW mit Busaufbau. Wir erfahren dann auch bald den Grund. Auf Island gibt es zum Teil sogenannte Sommerstrassen (im Winter nicht zu befahren), diese werden wir benutzen, deshalb muss unser Bus etwas geländetauglich sein. Zuerst besuchen wir den Þingvellir Nationalpark. Dieser Ort hat für die Isländer eine sehr besondere Bedeutung. Auf dem Thingplatz in der Nähe der Schlucht Almannagjá, wurde hier bereits um 930 das jährlich stattfindende Althing abgehalten. Zwei Wochen im Juni dauerte diese Versammlung. Es wurden Gesetze erlassen und Gericht gehalten. Unter anderem wurde im Jahr 1000 die Annahme des Christentums beschlossen und auch am 17. Juni 1944 die Republik Island ausgerufen.

Auch befindet sich im Þingvellir Nationalpark eine spektakuläre geologische Besonderheit. Þingvellir liegt in mitten einer Grabenbruchzone. Das Auseinanderdriften der amerikanischen und eurasischen tektonischen Platten wird hier durch imposante Felsspalten und Risse sichtbar. Diese können sie tatsächlich an manchen Stellen so berühren, dass sie quasi zwischen den Kontinenten stehen.

Weiter geht es teilweise über die schon erwähnten Sommerstrassen zum Gletzscher Langjökull. Mit einer Ausdehnung von rund 900 km² ist der Langjökull der zweitgrößte Gletscher Islands. Die Eisdicke beträgt bis zu 580 Metern. Alle Daten sind natürlich relativ zu betrachten, sie verändern sich. Interessant ist die Tatsache, das unter dem Gletscher mindestens zwei aktive Vulkansysteme vorhanden sind. Wir sind mit unserem LKWBus am Langjökull angekommen, wobei wir auf den besseren Feldwegen ganz ordentlich durchgeschüttelt wurden. Jetzt geht es in einem speziellen Gletscher Fahrzeuge direkt hinauf in ein Meer aus Eis und Schnee. Einsteigen, anschnallen, Luftdruck in den Reifen absenken und los geht es in einem Ungetüm anscheinend russischer Bauart. Der Schnee ist sehr silzig und selbst dieses Monsterfahrzeug hat Probleme auf den Gletscher zu fahren. Irgendwann können wir den Langjökull Gletscher betreten. Wir haben sogar Glück, denn für einen Moment darf die Sonne durch die Wolken scheinen. Ist ja schließlich auch Sommer! Wenn die Sicht es zuläßt hat man vom Gletscher einen wunderbaren Panoramablick. Auf jeden Fall darf man die Sonnenbrille nicht vergessen, selbst ohne Sonne blendet es sonst zu sehr. Wer es möglich machen kann sollte beim Besuch des Gletschers auch das Innere erleben: Ice Cave Tours in Langjökull / https://intotheglacier.is

Für uns geht es aber leider erst mal zurück ins Tal wo wir in einer geheizten Hütte unser Lunchpaket plündern.

Unsere Tour geht weiter über Stock und Stein, später natürlich auch wieder auf gut ausgebauten Strassen. Ein weiterer Stopp ist der Barnafoss (Wasserfall). Ganz in der Nähe von Húsafell stürzt der Fluss Hvítá über mehrere Stufen in eine Schlucht. Die Hvítá muss sich hier durch einige sehr enge Stellen im Lavafeld zwängen. Gespeist wird der Fluss natürlich vom  Gletscher Langjökull.

Barnafoss

In Island sind die Gegensätze schon extrem. Gerade waren wir ja noch im ewigen Eis und schon wenige Kilometer weiter wird es so richtig heiß! Die Deildartunguhver sind heiße Quellen und man sollte schon aufpassen! Überhaupt ist mir in Island ganz allgemein aufgefallen das es nur wenige Absperrungen gibt. In Deutschland undenkbar.

Deildartunguhver

Bevor wir wieder Reykjavik und unser Schiff AIDAluna erreichen stoppt unser Bus noch ganz kurz bei echten Isländern.

Island Pferde

Interessant ist das Island Pferde ohne Fremdbluteinkreuzung gezüchtet werden, die Abstammung muss lückenlos bis nach Island zurückzuverfolgen sein. In Island ist die Einfuhr von Pferden zur Vermeidung von Krankheiten verboten. Daher können Pferde, die in Island geboren wurden und einmal die Insel verlassen haben, nicht wieder nach Island eingeführt werden. Eine weitere Besonderheit dieser Isländer ist die vierte Gangart. Neben Schritt, Trab und Galopp können sie Tölt, auch Pass genannt.

Aber nun geht es wirklich zurück zum Schiff, AIDAluna möchte pünktlich 20.00 Uhr auslaufen. Wir freuen uns schon auf Isafjördur!

Am nächsten Morgen erreichen wir das beschauliche Städtchen Isafjördur. Rund 2600 Menschen leben hier auf einer kleinen Halbinsel im Fjord. Interessant ist, das der Bereich des Hafens durch weitere Aufschüttungen systematisch ausgebaut wird. Ansonsten leben hier die meisten vom Fischfang, direkt und indirekt.

AIDAluna in Isafjördur/Island

Am Vormittag unternehmen wir einen Spaziergang durch den Ort. Auffallend die oft kleinen Häuser aus Holz, Stein und Blech. Als Dacheindeckung wird gern Wellblech in unterschiedlicher Qualität verwendet. Uns fällt auf, das scheinbar nicht alle Isländer wohlhabend sind.

Am Nachmittag besuchen wir per Boot die Vogelinsel Figur. Die Insel ist nur ca. 2 km lang und 400 m breit. Eine einzige Wirtschaft gibt es auf Figur, welche von einer einzigen Familie seit mehr als 180 Jahren bewirtschaftet wird. Neben ein paar Schafen, der Bewirtschaftung des Hofes auch für Besucher beschäftigen sich die Besitzer mit den Eiderenten. Die besonders wertvollen Daunen werden erst nach der Brut und auch nur zum Teil aus den Nestern entnommen. Die Ausbeute ist gering, die Weiterverarbeitung aufwendig, aber es scheint sich zu lohnen. Weiterhin nisten auf der Insel die besonders angriffslustigen Küstenseeschwalben, Papageitaucher und Gryllteiste.

Vogelinsel Figur

Auf Figur gibt es eine kleine Windmühle aus dem Jahr 1840, welche bis 1917 in Betrieb war. Heute ist sie die einzig erhaltene Windmühle auf ganz Island. Mein Fazit. Der Besuch der Vogelinsel Figur lohnt sich auf alle Fälle.

AIDAluna in Isafjördur/Island

Zurück an Bord von AIDAluna  war am Abend etwas Besonderes geplant. Die AIDA Flotte bekam Zuwachs. Das jüngste Flottenmitglied, AIDAperla, wurde in Palma de Mallorca von Lena Gercke getauft. Ups! Sollte getauft werden. Per Videostream waren wir natürlich an Bord live dabei. Die Megasektflasche wurde ausgelöst, schlug an die Schiffswand……und blieb so wie sie war, ging nicht zu bruch! Es war in Palma de Mallorca und auch bei uns an Bord totenstill. In dieser Situation herrschte doch etwas Ratlosigkeit, es hatte niemand damit gerechnet.

Später wurde das Zeremoniell wiederholt, mit glücklichem Ausgang. Auf AIDAluna gab es Sekt und die Küche hatte eine riesige AIDAperla Torte kreiert. Sah lecker aus!

Inzwischen haben wir Kurs auf unsere letzte Station in Island genommen. Am frühen Morgen des kommenden Tages erreichen wir Akureyri. Wir haben einen größeren Busausflug gebucht um noch einige Naturwunder Islands zu erleben. Erster Halt ist am Godafoss, dem Wasserfall der Götter. Er hat seinen Namen von einer isländischen Sage. Demnach beschloss ein Häuptling, dass das Christentum zur Staatsreligion seines Volkes werden solle und entsorgte die alten Götterstatuen als Zeichen ihrer Machtlosigkeit im Wasserfall Godafoss.

Godafoss/ Island

Weiter geht unsere Tour zu den Pseudokratern im Gebiet Myvatn. Sie entstehen wenn heiße Lava über ein Feuchtgebiet strömt, zum Beispiel Sümpfe oder Seen, so verdampft das Wasser schlagartig. Der Dampf durchbricht die Lavadecke in einer Explosion. Dabei wird Lava und teilweise auch das Untergrundmaterial fragmentiert und um einen Krater aufgeworfen. Dieses Phänomen findet man nur auf Island sowie auf dem Mars.

Pseudokrater Island im Gebiet Myvatn

Ein weiterer interessanter Halt auf unserer Rundfahrt ist das Labyrinth von Dimmubogir. Hier türmen sich gewaltige Lavamassen zu sehr interessanten Formen und Formationen auf. Zu Fuß kann man hier die bizarre Schönheit hautnah erleben.

Lavalabyrinth Dimmubogir


Der letzte Stop des heutigen Tages führt uns direkt in die Küche des Teufels. Es stinkt gewaltig nach Schwefel, aber eigentlich ist es Schwefelwasserstoff und der Geruch ist eigentlich der nach faulen Eiern. Diese Dämpfe strömen direkt aus den Solateren, siehe Bild oben. Im Thermalgebiet von Namaskaro gibt es ebenfalls imposante Schlammpfuhle, welche natürlich ebenfalls zur Teufelsküche gehören. Überall brodelt, raucht und stinkt es. Ein Schauspiel welches man sich trotz des intensiven Geruchs nicht entgehen lassen sollte.

Dann geht es mit dem Bus zurück zu Schiff. Was uns während der Ausflüge in Island aufgefallen ist, das sind die Alaska Lupinen. Diese wurden als Gegenmaßnahme zur Bodenerosion im 20. Jahrhundert eingeführt. Wie man heute sehen kann, Ziel schon ganz gut erreicht, weite Flächen sind mit der Alaska Lupine bewachsen.

Alaska Lupinen auf Island

Mein kurzes Fazit zu Island. Eine tolle Region unserer Erde, für alle Liebhaber der Natur unbedingt zu empfehlen.

Alle Mann an Bord, um 17.00 Uhr verlassen wir Akureyri/Island und AIDAluna nimmt Kurs auf Spitzbergen. Beim Auslaufen wird es noch spannend, denn wir können Wale beobachten. Ein weiterer Höhepunkt an diesem Abend wird die Überquerung des Nördlichen Polarkreises sein.

Ein weiterer Teil meines Berichtes folgt in Kürze, hier die Links was wir bisher erlebt haben:

Mit AIDAluna Island, Spitzbergen und Norwegen erleben Teil 1

Mit AIDAluna Island, Spitzbergen und Norwegen erleben Teil 2

 

P.S. Sollten Sie Ihre Reisen sowieso im Internet buchen, dann dürfen Sie sehr gern die Links auf meiner Seite nutzen. Fragen beantworte ich gern. Herzlichen Dank.

Mit AIDA in den Fjorden Norwegens unterwegs

Liebe(r) Leser(in),

im dritten Teil meines Beitages sind wir mit AIDAsol vom Geiranger Fjord auf den Weg nach Andalsnes, Molde, Trondheiim, Alesund, Eidfjord und Stavanger.

Wir verlassen den wunderschönen Geiranger Fjord und AIDAsol nimmt Kurs auf die kleine norwegische Stadt Andalsnes.

Das Städtchen mit gut 2.200 Einwohnern in der Provinz mit dem wohlklingend norwegischen Name Møre og Romsdal ist am Isfjord gelegen, einem Seitenarms des Romsdalsfjords, dem das Romsdalshorn seinen Namen gegeben hat. 1.555 Meter ragt es mit einer markanten und weithin sichtbaren Spitze in den Himmel. Geteilt wird das Städtchen vom Fluss Rauma. Sehr beliebt ist hier eine Tour mit der traditionsreichen Rauma Bahn. Auch ein Ausflug zur Trollwand und den Trollstiegen ist sicher zu empfehlen. Wenn Sie an einem Montag geboren wurden und gut Obacht geben, dann werden die Trolle für Sie zu sehen sein! So steht es jedenfalls in einigen Sagen geschrieben.
aida-2015-norwegische-fjorde-710

Wir liegen mit AIDAsol auf Reede, das bedeutet wir werden auch heute mit Tenderbooten an Land gebracht. Ich persönlich finde das ganz nett und es hat auch an diesem Tag ganz hervorragend funktioniert. Keine langen Wartezeiten, alles perfekt. In Andalsnes hatten wir uns persönlich nur für einen individuellen Landgang entschieden. Ein Ausflug wäre die bessere Wahl gewesen.

Bereits um 13.30 Uhr setzen wir unsere Reise fort. Von Andalsnes fahren wir in die Rosenstadt Molde, welche wir gegen 15.30 Uhr erreichen. Die Stadt hat rund 23 000 Einwohner und ist auch durch das Internationale Jazz Festival bekannt. Vom  Aussichtspunkt Varden (407 m ü.M.) kann man Molde gut überschauen und den Fjord mit Holmen und das berühmte Moldepanorama mit 222 teilweise schneebedeckten Gipfeln bestaunen. Einen interessanten Besuch versprechen das Fischereimuseum, das Romsdalmuseum oder die Domkirche. Etwas außerhalb der Stadt befindet sich das Fußballstadion des relativ bekannten FC Molde. Wer Zeit hat einen motorisierten Ausflug zu unternehmen, der sollte die sehr bekannte Atlantikstrasse befahren.

Um 20.00 Uhr heißt es für AIDAsol Leinen los und für uns Abschied nehmen von Molde. Über Nacht fahren wir zum nächsten Ziel – Trondheim. Diese wunderschöne Stadt hieß früher Nidaros und war von 1030 bis 1217 Norwegens Hauptstadt. Die Stadt spielte eine bedeutende Schlüsselrolle in der norwegischen Geschichte. So ist der Nidarosdom schon seit fast 1000 Jahren ein sehr beliebter Wallfahrtsort. Der Dom ist die weltweit am nördlichsten gelegene gotische Kathedrale. Sie wurde auf dem Grab des Wikingerkönigs, dem heiligen Olav, errichtet.  Im Sommer können Sie gern den Turm besteigen. Nach 172 Stufen genießen Sie die tolle Aussicht auf Trondheim. Ganz persönlich haben mir die typisch norwegischen Speicherhäuser gefallen. Auch dieser Tag verging wieder wie im Flug und 17.00 Uhr hieß es: Alle Mann an Bord!

Tschüß Trondheim! AIDAsol nimmt Kurs auf Ålesund !

Am nächsten Morgen besuchen wir Ålesund. Hier wird das A eher wie O ausgesprochen. Die Stadt liegt äußerst reizvoll direkt am Atlantischen Ozean, auf mehreren Inseln. Seit sie nach einem verheerenden Feuer im Jahr 1904 völlig zerstört wurde, wird sie von ihrer inzwischen berühmt gewordenen Architektur im Jugendstil geprägt. Heute ist die Stadt kulturelles Zentrum der Region und bekannt für zahlreiche Veranstaltungen. So zum Beispiel das Ålesund Theaterfestival.

Schon gegen Mittag verlassen wir die märchenhaft anmutende Stadt. Wir freuen uns auf den Eidfjord und das dazu gehörende Örtchen.  Der Fjord selbst ist wie so viele Fjorde in Norwegen, atemberaubend schön. Hier können Sie einfach nur die Natur auf sich wirken lassen, oder Sie unternehmen einen Ausflug in den Nationalpark des Hardangervidda. Auch Wasserfälle wie zum Beispiel der Voringsfossen sind absolut beeindruckend.

Langsam aber sicher geht die Reise dem Ende entgegen. Stavanger steht noch auf dem Programm, bevor wir nach einem weiteren Seetag unseren Ausgangspunkt der Reise, Hamburg, wieder erreichen.

Aber erst einmal kommen wir am nächsten Tag um 10.00 Uhr in Stavanger an!

Stavangers Umgebung ist voller Naturschönheiten – der Lysefjord, der Solastrand und der weltberühmte Preikestolen (Felskanzel) sind die wohl bekanntesten. Das Plateau des Preikestolen liegt 604 Meter über dem Meeresspiegel und ist das beliebteste Ausflugsziel der Provinz Rogaland schlechthin.  Das Stadtzentrum von Stavanger kann bequem zu Fuß erkundet werden. Die Altstadt imponiert mit der am besten erhaltenen Holzhaussiedlung Europas. Die 170 weißen Holzhäusern haben mich persönlich auch sehr beeindruckt.

Pünktlich um 19.00 Uhr müssen wir Stavanger verlassen. AIDAsol nimmt Kurs auf Hamburg. Diese 10tägige Reise war richtig gut. Wir haben viel gesehen, hatten aber auch Zeit inne zu halten. Hier in Norwegen geht es doch etwas ruhiger zu. Das ist sicher gut so!

Zwei weitere Artikel zu dieser Reise mit AIDAsol:

Den Geiranger Fjord mit AIDAsol erleben

Norwegische Fjorde mit AIDA erleben

Ich wünsche Ihnen schon immer eine GUTE REISE!

Marek Decker

 

Den Geiranger Fjord mit AIDAsol erleben

Liebe(r) Leser(in),

in einem anderen Beitag beschrieb ich bereits den Beginn unserer Reise mit AIDAsol. Start in Hamburg, Seetag und dann der Aufenthalt in Bergen/Norwegen.
Nun nehmen wir Kurs auf Hellesylt und durchfahren anschließend den Geiranger Fjord. In dem kleinen Ort Hellesylt haben wir einen kleinen Zwischenstopp geplant. An Bord gibt es ein paar Wagemutige, welche hier eine Wandertour nach Geiranger starten. Hoffentlich sehen wir sie wieder! Der größte Teil der Gäste an Bord von AIDAsol möchte jedoch die Fahrt durch den Fjord nach Geiranger aus der Schiffsperspektive erleben. Ich kann Ihnen versichern: Das ist eine sehr gute Wahl!

Für Ende Juli ist es relativ kühl in Norwegen. Aber das ist für uns kein Problem, vielleicht sogar ein Vorteil, denn in den Hochlagen der Fjorde liegt noch jede Menge Schnee und die imposanten Wasserfälle werden durch das Schmelzwasser sehr gut gespeist. Insgesamt eine phantastische Landschaft mit vielen beeindruckenden Naturschauspielen.

Die Fahrt durch den Geirangerfjord ist möglicherweise eines der schönsten Naturerlebnisse auf unserem Planeten. Auch deshalb zählt dieser Fjord seit 2005 zu den Weltnaturerbestätten der UNESCO. Ich fühlte mich selbst auf unserem relativ großen Schiff (AIDAsol) etwas wie ein Zwerg. Schmale, steil abfallenden Talwände, die sich von 500 Meter unter dem Meeresspiegel bis zu 1.400 Meter über dem Meeresspiegel erstrecken. Zahlreiche Wasserfälle (zum Beispiel DIE SIEBEN SCHWESTERN) stürzen sich die extrem steilen Felswände herab, und zahllose Wildbäche fließen von schneebedeckten Gipfeln, Gletschern und Gletscherseen durch Laub- und Nadelwälder hinunter in den Fjord.

Die Sieben Schwestern im Geiranger Fjord

Die Sieben Schwestern im Geiranger Fjord

Am Ende des Fjordes liegt die kleine Ortschaft Geiranger. Hier wohnen gerade einmal  300 Einwohner. Regelmäßig kommen die Schiffe der Hurtigrute, sowie in den Sommermonaten rund 100 Kreuzfahrtschiffe. So auch wir. AIDAsol liegt auf Rede und wir kommen in den Genuss des Tenderns. Dabei kommen die Rettungsboote zum Einsatz. Diese verkehren dann zwischen Schiff und Ufer als eine Art Shuttle. Ein nettes Erlebnis. Ich hatte es mir etwas verrückter vorgestellt, was bei Seegang auch durchaus vorstellbar ist! Aber im Fjord ist es halt sehr ruhig.

Neben dem idyllisch gelegenen Ort Geiranger lohnt sich ein Ausflug zum höchsten Berg dieser Landschaft. Der Dalsnibba ist ein Gipfel mit 1476 Metern. Er befindet sich in Sichtweite des Geiranger Fjordes. Bei guten Wetterbedingungen hat man einen genialen Blick auf den diesen Fjord! Wenn nicht, dann reicht es aber sicher für eine Schneeballschlacht, auch im Sommer.

Ebenfalls tolle Aussichtspunkte bietet die Adlerstraße. Rund 8 km lang mit bis zu 10% Steigung – oder Gefälle!!! haben die sogenannten Adlerkehren einiges zu bieten.

Wir kamen am Nachmittag wohlbehalten wieder zum Schiff. Dazu mit super Eindrücken. Am Abend pünktlich zum Auslaufen schien zeitweise sogar die Sonne. Im Zusammenspiel mit diverser Feuchtigkeit zeigte sich der ein oder andere Regenbogen im Geiranger Fjord. Einfach ein tolles Naturschauspiel.

Gegen 20.00 Uhr geht unsere Reise von Geiranger weiter nach Andalsnes. Die Hochburg der Trolle. Verabschiedet werden wir mit Salutschüssen aus Kanonen! Na dann vielleicht bis bald zurück in Geiranger? Lohnen würde sich auf alle Fälle eine weitere Reise!

Marek Decker

NABU lobt AIDA und TUI Cruises

Liebe(r) Leser(in),

der Naturschutzbund hat auch in diesem Jahr die europäischen Kreuzfahrtschiffe hinsichtlich ihrer Umweltfreundlichkeit unter die Lupe genommen. Als sehr positiv wird bewertet, das  die Schiffe der führenden Anbieter sauberer werden, jedoch noch immer sind viel zu viele Dreckschleudern unterwegs!

Das Ranking zeigt, dass sich AIDA Cruises weiter an der Spitze behaupten konnte. Bereits im letzten Jahr waren die Schiffe „Prima“ und „Mia“ die beiden Neubauten mit der besten Abgastechnik.  AIDA hat vor Kurzem angekündigt, dass zwei noch namenlose Neubauten erstmals komplett auf Schweröl verzichten und alternativ mit umweltfreundlicherem Flüssiggas (LNG) betrieben werden sollen. Dies hätte zur Folge, das nahezu ohne die Entstehung schädlicher Luftschadstoffe wie Feinstaub, Ruß und Schwefeloxiden gearbeitet werden kann. Am Markt können nur die vom italienischen Mutterkonzern Costa in Auftrag gegebenen, baugleichen Schiffe können mithalten. In dessen Folge teilen sich Costa und AIDA dementsprechend die Führungsposition in puncto Umweltverträglichkeit.

Leider halten alle anderen Kreuzfahrt Anbieter nach wie vor am Betrieb mit giftigem Schweröl fest und investieren nur auf gesetzlichen Druck in Abgastechnik. So investierten fast alle Reeder in Abgaswäscher, so genannte Scrubber, um auch nach Inkrafttreten verschärfter Schwefelgrenzwerte in Nord- und Ostsee weiterhin mit Schweröl fahren zu können.

Die NABU Studie benennt auch die Sünderlein:  MSC Cruises, Royal Caribbean, Viking Ocean oder Norwegian Cruises sehen leider, leider, leider trotz massiver Umweltauswirkungen offenbar keinerlei Veranlassung, selbst ihre Neubauten mit Systemen zur Abgasreinigung auszurüsten oder auf schwefelarmen Kraftstoff umzurüsten. Das starke Wachstum der Kreuzfahrt Industrie wird über kurz oder lang zu Umweltproblemen führen. Ein Umdenken aller Beteiligten ist dringend erforderlich – jetzt!

Die Stadt Hamburg geht schon mal einen Schritt in die richtige Richtung. So konnte am Terminal Altona ein Landstromanschluss angeboten werden und es wurde die landseitige Infrastruktur der LNG-Barge am Terminal Hafencity finanziert. Nun sollten die Reeder den dort bereitgestellten Strom im Hafen auch abnehmen, damit die Schiffsmotoren wenigstens für die Liegezeit im Hafen abgeschaltet werden können!

Auch Sie können sich vor der nächsten Buchung einer Kreuzfahrt mit dem Umweltaspekt auseinander setzen. Entweder bei der Wahl des Schiffes oder falls Ihr Lieblingsanbieter noch zu den Umweltsündern zählt, so sprechen Sie diesen doch mal auf das Thema an.

Ich wünsche Ihnen eine Gute Reise!

Marek Decker

 

Neue Schiffe braucht das Land

Liebe(r) Leser(in),

der deutsche Kreuzfahrtmarkt hat sich enorm entwickelt und liegt an zweiter Stelle weltweit. 1,77 Millionen Deutsche unternahmen im Jahr 2014 eine Kreuzfahrt! Damit rangiert Deutschland wie bereits erwähnt auf Platz 2, natürlich hinter den Amerikanern. Erfolgreich wurden die Engländer verdrängt, jedoch könnte Deutschland Rang 2 schon bald an die Chinesen verlieren, denn die holen gerade im asiatischen Raum stark auf.

Hoffnungsvoll stimmt mich jedoch das Verhalten am Markt von unseren deutschsprachigen Familienkreuzfahrt Spezialisten AIDA Cruises und TUI Cruises.

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AIDA stellt in Kürze  AIDAprima in Dienst, 2016 folgt ihre Schwester AIDAmia. Diese beiden Schiffe wurden bzw. werden in Japan gebaut. Danach wird die Partnerschaft mit der Meyer Werft in Papenburg fortgesetzt. Der Auftrag für zwei weitere Neubauten der nächsten AIDA Schiffsgeneration wurde bereits erteilt. Die Schiffe mit einem Volumen von über 180.000 gt und einer Kapazität von jeweils mehr als 2.500 Kabinen werden 2019 und 2020 die AIDA Flotte verstärken.  AIDA Cruises wird weiterhin mit einem bahnbrechenden Schiffsdesign erneut ein Zeichen für den Umweltschutz setzen: Mit dem Konzept „Green Cruising“ wird AIDA als weltweit erste Kreuzfahrtreederei ihre neue Schiffsgeneration zu 100 Prozent mit LNG (Flüssigerdgas) betreiben. Dadurch werden die Emissionen von Rußpartikeln und Schwefeloxiden vollständig vermieden.

Da kann ich nur sagen: Danke, AIDA! Wir freuen uns!

Bei TUI Cruises stehen die Zeichen auch auf Wachstum! Die Mein Schiff 4 wurde gerade erst am 06. Juni 2015 in Dienst gestellt, die Mein Schiff 5 geht 2016, die Mein Schiff 6 2017 an den Start. Die beiden weiteren Neubauten würden in 2018 und 2019 folgen. Mit dieser modernen Sechs-Schiff-Flotte will TUI Cruises langfristig am Marktwachstum partizipieren.

Die für 2018 und 2019 geplanten Neubauten werden die Mein Schiff 1 und Mein Schiff 2 schrittweise ersetzen. Die ersten beiden Schiffe von TUI Cruises werden innerhalb der TUI Group an Thomson Cruises übergeben. Damit wird die Verjüngung der Flotte bei der britischen Tochtergesellschaft fortgesetzt.

Ich denke wir können uns in den kommenden Jahren auf eine spannende Entwicklung des deutschen Kreuzfahrtmarktes freuen.

Ich wünsche eine Gute Reise!

Marek Decker

 

Mit AIDA Madeira und die Kanaren erleben

Liebe(r) Leser(in),

im Februar starten wir vom Flughafen Dresden Klotzsche in Richtung Gran Canaria. Für uns ist der Start von Dresden auf den ersten Blick ideal – als Dresdner, jedoch der Flug am Nachmittag stellt sich nicht als Vorteil heraus. Wir kommen erst am Abend in Gran Canaria an und erreichen erst kurz vor dem Auslaufen von AIDAblue das Schiff.

Schnell beziehen wir unsere Suite und dann geht es im Eiltempo zur Seenot Rettungsübung. So können wir den Beginn unserer Reise, vor allem das von mir geliebte Auslaufen  nicht wirklich genießen. Nach dem Abendessen kommen wir erst mal dazu unsere Suite genau zu inspizieren. Toll ist sie schon unsere Behausung. Am Bug des Schiffes mit Ausblick wie der Kapitän zu reisen. Das ganze mit Wohnbereich, Schlafzimmer, Bad mit Whirlpool, Ankleidebereich, seperater Toilette und privatem Sonnendeck, welches mehr ein extrem großer Balkon ist. Ca. 18 Meter lang, aber nur rund 1,30 Meter breit. Trotzdem genial! Riesige Panoramafenster in Fahrtrichtung machen diese Suite zu einem Erlebnis!

AIDA Blue

AIDA Blue

Als Suitengäste genießen Sie auch noch ein paar Extras. Zur Begrüßung steht eine Flasche Champagner im Kühler, frisches Obst und Naschwerk aus der Confiserie an Bord werden täglich gereicht. Das Frühstück kann in einem seperaten Salon mit Bedienung eingenommen werden und ein Abend im Restaurant Rossini gehört ebenfalls mit dazu.

Es gibt einen Punkt den man bei so einer Buchung mit berücksichtigen sollte. Das Wetter! In den voran gegangenen Tagen gab es in diesem Seegebiet des Atlantischen Ozeans Unwetter. Unsere Fahrt von Gran Canaria (Kanarische Inseln) nach Madeira war zumindest in der ersten Nacht sehr unruhig. Die Dünung (Wellengang) betrug ungefähr 8 Meter, gefühlt mehr als 10 Meter. Das empfindet man im vorderen Teil des Schiffes extrem! Ich fühlte mich zwei Tage lang wie betrunken, ganz ohne Alkohol! Manche nennen es auch Seekrank!

Die erste Nacht haben wir gut überstanden und der folgende Seetag diente zum kennen lernen der AIDAblue und zur Erholung. Ich persönlich mag Seetage sehr gern, da kann man wirklich mal die Seele baumeln lassen und entspannen. Das Wetter wird immer besser und die See immer ruhiger. Super!

Am nächsten Morgen verzaubert uns beim Erwachen die faszinierende Kulisse von Funchal (Madeira).  Gegen 08.00 Uhr laufen wir im Hafen ein und werden von einem super netten AIDA Verrückten namens Ignazio (ich hoffe der Name ist so richtig) mit herzlichen Willkommensrufen und diversen Winkelementen richtig nett beim Einlaufen begrüßt. Ignazio ist tatsächlich so AIDA begeistert, daß er jedes Ein- und Auslaufen eines AIDA Schiffes begleitet. Vielen Dank, Ignazio!

Für Funchal (Madeira – die Blumeninsel) hätten wir uns eine längere Liegezeit gewünscht. Die Insel hat ja einiges zu bieten, wir bleiben allerdings dem Meer treu und unternehmen eine Tour mit dem Katamaran entlang der phantastischen Küste Funchals inklusive Walbeobachtungen. Wir haben auch Glück, einerseits spielt das Wetter mit, andererseits können wir tatsächlich mehrere Gruppen Grindwale über längere Zeit beobachten. Ein tolles Erlebnis. Pünktlich um 20.00 Uhr verlassen wir mit AIDAblue den Hafen von Funchal, Ignazio verabschiedet uns sehr herzlich, gern möchten wir bald wieder kommen.

Auf dem Weg nach Arrecife/Lanzarote (Kanarische Inseln) verbringen wir wieder einen Tag auf dem Atlantik. Das Wetter lädt uns zu einem Sonnenbad ein und wir können sehr gut entspannen. Wer etwas mehr Action braucht – kein Problem! An Bord ist zu jeder Zeit für Beschäftigung und beste Unterhaltung gesorgt. Und nicht zu vergessen – ab und zu gibt es ja auch noch etwas zu Essen! Kleiner Scherz!

Am fünften Tag unserer AIDA Reise laufen wir gegen 08.00 Uhr in Arrecife/Lanzarote in den Hafen ein. Das Wetter ist Prima und wir starten mit dem Bus nach Puerto Calero. Wir haben eine Fahrt mit Submarine Safaris gebucht und besteigen tatsächlich ein Gelbes U-Boot – so wie im bekannten Beatles Song. Sub Fun Tres ist ein W-Sub Mark III Touristen Unterseeboot, 18,6 Meter lang und 4 Meter breit. 44 Passagiere und 2 Piloten haben ausreichend Platz. Durch die Aussichtsfenster bekommen wir einen Einblick in die Tierwelt des Atlantischen Ozeans. Unter anderen sind Braune Zackenbarsche, Meerbrassen und Schwärme von Blöker Fischen  zu sehen. Der aufmerksame Beobachter wird auf dem Meeresboden Sandhaie, Seezungen und Seeigel bemerken und mit etwas Glück zeigen sich Moränen, Rochen und Engelshaie.

Lanzarote/ U-Boot

Lanzarote/ U-Boot

Insgesamt ein interessanter und vor allem für Kinder spannender Ausflug. Um 17.30 Uhr heißt es wieder alle Mann an Bord, denn AIDAblue will pünktlich 18.00 Uhr auslaufen. Wir haben nur eine kleine Etappe vor uns, denn schon gegen 24.00 Uhr erreichen wir Puerto del Rosario/Fuerteventura.

Wir unternehmen eine Rundfahrt mit dem Bus und verschaffen uns so einen Eindruck von Fuerteventura. Mir persönlich ist es hier zu karg, der extremen Trockenheit geschuldet. Andererseits hat diese Landschaft auch ihre Reize. Zum einen gibt es tolle Strände, zum anderen fand ich ein Farbspiel der verschiedenen Erdtöne in Verbindung mit Sonne extrem schön. Durch die extreme Trockenheit ist der Grundwasser Spiegel in den letzten Jahren stark gesunken. Der Anbau von Tomaten und Bananen lohnt sich kaum noch. Alternativen sind gefragt. Eine davon ist der Anbau von Aloe Vera und die Herstellung diverser Aloe Vera Produkte (siehe Bild). Als Fazit: Man liebt Fuerteventura oder auch nicht! Pünktlich um 18.00 Uhr: Auslaufen aus dem Hafen von Puerto del Rosario mit Kurs auf Santa Cruz de Tenerife.

Kanarische Inseln mit AIDA

Kanarische Inseln mit AIDA

Teneriffa ist für mich persönlich eine der schönsten Inseln der Kanaren. Wir nutzen den Tag und fahren mit dem Bus zum Loro Parque. Der Loro Parque wurde am 17. Dezember 1972 eigentlich als ein Paradies für Papgeien schlechthin gegründet. Jedoch hat sich der Park zu einer zoologische Einrichtung entwickelt, welcher die grösste und bedeutendste Genreserve der Welt nachweisen kann. Die Schönheit und die Qualität seiner exzellenten Anlagen, welche dem Naturschutz zu 100 Prozent verschrieben sind, machen den Loro Parque zu einem der beliebtesten und bekanntesten Zoos der Welt. Wir waren selbst bereits das zweite Mal da, ich würde den Park jedoch ebenfalls immer wieder gern besuchen. Mit tollen Erlebnissen im Kopf genießen wir die letzten Stunden dieser schönen Reise an Bord von AIDAblue.

Kanarische Inseln mit AIDA

Ein letztes Auslaufen und wir verlassen Santa Cruz de Tenerife, um am frühen Morgen des folgenden Tages bereits um 05.00 Uhr Las Palmas/Gran Canaria zu begrüßen. Ein letztes Frühstück im Restaurant und dann geht es bereits von Bord! Der Flieger erwartet uns schon bald. Schade, aber immerhin ist nach der Reise auch wieder vor der Reise. Und bekanntlich ist ja Vorfreude immer noch die schönste Freude!

Bis bald –  auf AIDA sehn!

Marek Decker

Mit AIDA nach La Gomera

Liebe(r) Leser(in),

die Kanarische Insel La Gomera ist klein, aber nach meinem Geschmack sehr interessant und ansprechend. Hier kann man noch die Seele baumeln lassen und befindet sich abseits des Massentourismus. Übrigens schätzt dies auch unsere Bundeskanzlerin Frau Angela Merkel – sie wurde auf La Gomera schon öfter beim wandern gesehen.

Wir waren im Februar 2013 im Rahmen unserer Kreuzfahrt von den Kanarische Inseln bis zu den Kapverden mit AIDAcara auf dieser einladenden Insel.

 

Die kleine Insel befindet sich rund 1600 km vom spanischen Festland entfernt, bis zur Küste Afrikas sind es gerade mal rund 300 km. Etwa 40 Minuten Fahrt mit dem Schnellboot von Teneriffa, erwarten Sie die spektakulärsten Schätze des Kanarischen Archipels. So ist San Sebastián für ihre bedeutende Geschichte bekannt. Auch Christoph Kolumbus verbrachte hier einige Zeit.
Am 6. September 1492 brach er von La Gomera in Richtung Indien auf und betrat bereits am 12. Oktober das Festland. Er hatte einen neunen Kontinent entdeckt: Amerika. Seitdem ist La Gomera als Kolumbus-Insel in die Geschichte eingegangen und heute kann man sich dank zahlreicher Denkmale auf die Spuren von Christoph Kolumbus begeben.
Der Garajonay Nationalpark ist einer der letzten groβen termophilen Wälder (Lorbeerwälder), von denen Südeuropa im Tertiär bedeckt war und der heute Weltnaturerbe ist. Eine unbedingte Empfehlung für ihren Besuch auf La Gomera.

Viel Spaß!

Marek Decker

Neues von AIDA

Liebe(r) Leser(in),

AIDA Cruises wird nach eigenen Angaben im Jahr 2015 mit fünf Schiffen insgesamt 55 Mal in der Hansestadt Hamburg zu Gast sein. Neu nach Hamburg kommt AIDAbella. Die Zahl der Schiffsanläufe steigt von 49 auf 55.

Vom 2. Mai bis 13. Oktober 2015 wird AIDAbella regelmäßig die Hansestadt besuchen. Neben 16 Reisen zu den Metropolen London, Paris, Amsterdam und Brüssel stehen ab Hamburg auch sechs Kurzreisen sowie zwei 14-tägige Kreuzfahrten bis zur Westküste Frankreichs und Spaniens auf dem Programm. Zusätzlich werden die Schiffe AIDAsol, AIDAmar, AIDAluna und AIDAdiva Hamburg anlaufen. Die Adria-Reisen von AIDAbella wird AIDAvita übernehmen.

„AIDA Cruises ist und bleibt verlässlicher Partner für die Hamburger Tourismuswirtschaft“, bekräftigt Michael Ungerer, President AIDA Cruises. „Wir werden auch in Zukunft den Kreuzfahrtstandort kontinuierlich weiterentwickeln und tragen damit der starken Nachfrage unserer Gäste Rechnung.“

Frank Horch, Senator der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation in Hamburg erläutert: „Die Kreuzfahrtbranche ist für den Standort Hamburg von ungemeiner Bedeutung. Mit dem Bau des dritten Kreuzfahrtterminals gehen wir den nächsten Schritt in Richtung Zukunft. AIDA ist für Hamburg dabei ein wichtiger Partner – umso mehr freut mich dieses Bekenntnis zu Hamburg.“

Erst kürzlich übernahm AIDA eine Hauptrolle zum Hamburger Hafengeburtstag.

 

Bereits seit der Sommersaison 2007 ist die Hansestadt Hamburg fester Start- und Zielhafen für Schiffe der AIDA Flotte. Von anfänglich 23 Anläufen und 22.300 Passagieren im Jahr 2007 entwickelte AIDA die Elbmetropole bis heute zu einem Anziehungspunkt für immer mehr Kreuzfahrtbegeisterte, nicht zuletzt durch die Inszenierung dreier Schiffstaufen sowie dem Engagement als Hauptsponsor des Hamburger Hafengeburtstags. In diesem Jahr realisieren drei AIDA Schiffe rund ein Drittel aller Schiffsanläufe in Hamburg.
Wir sind gespannt was da alles auf uns zu kommt. Der Kreuzfahrtmarkt wächst und ich bin gespannt wie sich Angebot und Nachfrage entwickeln werden.

Marek Decker

Die Sprache der Typhone

Liebe(r) Leser(in),

wissen Sie eigentlich was ein Typhone ist? Ja, richtig ein Schiffshorn. Es ist Pflicht für jedes Seefahrtsschiff ein eben genanntes Typhone zu haben. So ein Schiffshorn erzeugt akustische Schallsignale und dient einerseits zur Ortung bei Nebel, andererseits zur Navigation.

Der erzeugte Ton unterscheidet sich in der Länge des Schallpegels und der Schallfrequenz. Die Unterteilung erfolgt in vier Schiffsklassen. So kann ein Schiff über 200 Meter Länge bereits in einer Entfernung ab zwei Seemeilen bemerkt werden, ein Schiff mit einer Baulänge von unter 20 Metern wird dagegen durch akustische Signale erst ab ca. 0,5 Seemeilen erkannt.

Typhone sind mit Luftdruck betriebene Hörner, welche durch unterschiedliche Formen auch verschiedene Töne erzeugen. Diverse Schiffshorn Anlagen sind in der Lage ganze Melodien zu spielen.

Meist ertönen die Typhone der Schiffe beim Ein- und Auslaufen der Schiffe. Aber es gibt auch Häfen in denen der Einsatz der Schiffshörner nicht gestattet ist.

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AIDABlue Februar 2014 im Hafen von Funchal/Madeira

 

Marek Decker