Mit AIDAcara von den Kanarischen Inseln bis Kapverden

Liebe(r) Leser(in),

Ende Januar ging es endlich los. Wir starten bei knackigen minus 10*C mit Air Berlin von Berlin Tegel nach Las Palmas auf Gran Canaria. Auf dem Flughafen werden wir schon mal freundlich, fröhlich begrüßt. Rein in den Bus und nach ca. 25 Minuten Fahrzeit sehen wir sie vor uns. AIDAcara, wie alle AIDA Schiffe mit dem freundlich, sympatischen Kußmund!

Am Abend, nach der obligatorischen Seenot Rettungsübung, nahm unser Schiff Kurs auf die  Insel La Gomera. Sie ist die zweit kleinste Kanarische Insel  und landschaftlich sehr reizvoll. Bis zu 1486 Metern ragt die Insel aus dem Atlantischen Ozean heraus. Durch starke Zerklüftung sind eindrucksvolle Schluchten und Täler entstanden. Die Vegetation ist sehr abwechslungsreich, besondere Beachtung verdient der Urwald aus Lorbeer- und Heidegewächsen mit Flechten und Moosen. 2012 wüteten erhebliche Brände auf La Gomera, größere Teile des beschriebenen Urwaldes wurden zerstört. Wir konnten uns jedoch selbst davon überzeugen, daß auf den Brandflächen das erste Grün wieder zu sehen ist! Besonders beeindruckend sind die Kanarischen Dattelpalmen – aus dem völlig verkohlten Stamm sprießen tatsächlich neue Blätter (Palmenwedel). Nach unserem tollen Inselausflug ging es wieder an Bord.

Kanarische Inseln mit AIDAcara

Kanarische Inseln mit AIDAcara

Nun lagen auf dem Weg zu den Kapverden zwei Seetage vor uns. Endlich einmal Zeit um auszuspannen und das schöne Wetter zu genießen. Langeweile kommt auf den AIDA Clubschiffen sowieso nicht auf. An Bord gibt es Freizeiteinrichtungen aller Art. Wellness, Fitness, Shows und niveauvolle Animation sind angesagt.  Für Wissensdurstige gibt es spezielle Infotainment Veranstaltungen, diese sind meine persönliche Empfehlung. Auch für Kinder fast aller Altersklassen gibt es hervorragende Angebote. So können sich die Kids auch mal von den Eltern erholen!

Land in Sicht – die Kapverdischen Inseln sind erreicht. Am ersten Tag dieses besonderen Afrika Besuches legen wir im Hafen von Mindelo an. Hier leben mehr als 80 Prozent der ca. 80000 Inselbewohner von Sao Vicente. Die gesamte Insel ist sehr trocken, landschaftlich wird sie von dem mächtigen Berg Monte Verde (750m) beherrscht.

In Mindelo kann man in unmittelbarer Nähe des Hafens den Mercado de Peixe (Fischmarkt), den Torre de Belém (Nachbildung des gleichnamigen Turms bei Lissabon), die Bronzebüste von Diego Afonso, die Uferstraße mit ihren schönen Herrenhäusern und ein Stück weiter die Esplanada, den Stadtpark, besuchen. Ansonsten hatte ich persönlich vom Leben der Einheimischen einen sehr armen Eindruck.

Weiter ging es zur nächsten Insel – Santiago, sie ist die größte Insel der Kapverden und wir besuchten die Hauptstadt Praia mit etwas mehr als 100.000 Einwohnern.  Aber auch hier finden Sie Armensiedlungen und Vorstädte mit mehrstöckigen Betonbauten. Praia ist wenig touristisch erschlossen, dennoch gibt es einiges zu entdecken: Auf einem Plateau gelegen präsentiert sich der Altstadtkern mit seinen prächtigen Häusern aus der Kolonialzeit und der Praça Alexandra de Albuquerque. Hier befinden sich auch die Kirche Nossa Senhora da Graça, der Lebensmittelmarkt, der Justizpalast, das Museo Ethnográfico, der Präsidentenpalast, das Parlamentsgebäude im Stadtteil Achada de Santo António, und die Altstadtfestung Bateira, hier kann man einen wunderschönen Blick auf das Meer genießen. Wir erleben Praia mit einem Taxi, ein Erlebnis besonderer Art.

Am Abend legt unsere AIDAcara planmäßig ab. Wieder erwarten bekommen wir sogar einen Lotsen an Bord, was in Afrika keine Selbstverständlichkeit war. Unser Kapitän verriet uns einmal was Lotsen an Bord so tun – wenn die Passage schwierig ist dann Kurse ansagen, ansonsten Kaffee trinken.

Zwei Seetage vergehen wieder sehr schnell bei vielfältigen Aktivitäten, einem super Unterhaltungsprogramm und gigantischem Speisenangebot.

Teneriffa ist unser nächstes Ziel.  Als größte Insel des kanarischen Archipels präsentiert sie sich besonders freundlich. Teneriffa bietet Strandurlaubern und Wassersportlern als auch Naturliebhabern und Wanderern eine Menge. Kontrastreiche Landschaften halten in den Küstenregionen und im Hinterland wunderschöne Rad- und Wanderrouten bereit, die dem Besucher die artenreiche Flora und Fauna, sowie Highlights wie das Vulkanmassiv im Zentrum mit Spaniens höchstem Berg, dem Pico del Teide (3718 m), und besonders interessante Städte  erschließen. Neben den zahlreichen Stränden überzeugt Teneriffa vor allem mit einem großen Freizeitangebot, bei dem Menschen jeden Alters auf ihre Kosten kommen. Wir besuchen während unseres Aufenthaltes den Loro Parque und sind total begeistert!

Über Nacht bringt uns AIDAcara zur nächsten Insel.

Wir erreichen Lanzarote. Sie ist die die am weitesten nordöstlich gelegene Insel der Kanaren und liegt ca. 125 km vom afrikanischen Festland entfernt. Lanzarote ist rein vulkanischen Ursprungs und hat eine Fläche von 795qkm, ist ca 60 km lang und 22 km breit und damit die viertgrößte Insel der Kanaren.  Lanzarote präsentiert sich mystisch und bizarr. Es gibt auf der Insel kaum Grünflächen oder Bäume, überall befindet sich erstarrte Lavamasse. Weite Teile der Insel gleichen einer Mondlandschaft. Die letzten Vulkanausbrüche zwischen 1730 und 1736 begruben fast zwei Drittel der Insel unter Lava. So entstanden die „Montanas del Fuego“, die Feuerberge, die zu den am meisten besuchten Attraktionen der Insel gehören. Wir haben uns hier ebenfalls umgesehen, einfach beeindruckend und unbedingt zu empfehlen. 1974 wurde das Gebiet zum Nationalpark Parque Nacional de Timanfaya erklärt.

Leider sind wir schon am Ende unserer 10tägigen Reise mit AIDAcara angekommen. Über Nacht schippern wir nach Gran Canaria und starten am Vormittag vom Flughafen in Las Palmas  aus in Richtung Heimat.

Tolle, erlebnisreiche Tage haben wir an Bord von AIDAcara verbracht. Wir kommen bald wieder!

Marek Decker