Mit AIDA Madeira und die Kanaren erleben

Liebe(r) Leser(in),

im Februar starten wir vom Flughafen Dresden Klotzsche in Richtung Gran Canaria. Für uns ist der Start von Dresden auf den ersten Blick ideal – als Dresdner, jedoch der Flug am Nachmittag stellt sich nicht als Vorteil heraus. Wir kommen erst am Abend in Gran Canaria an und erreichen erst kurz vor dem Auslaufen von AIDAblue das Schiff.

Schnell beziehen wir unsere Suite und dann geht es im Eiltempo zur Seenot Rettungsübung. So können wir den Beginn unserer Reise, vor allem das von mir geliebte Auslaufen  nicht wirklich genießen. Nach dem Abendessen kommen wir erst mal dazu unsere Suite genau zu inspizieren. Toll ist sie schon unsere Behausung. Am Bug des Schiffes mit Ausblick wie der Kapitän zu reisen. Das ganze mit Wohnbereich, Schlafzimmer, Bad mit Whirlpool, Ankleidebereich, seperater Toilette und privatem Sonnendeck, welches mehr ein extrem großer Balkon ist. Ca. 18 Meter lang, aber nur rund 1,30 Meter breit. Trotzdem genial! Riesige Panoramafenster in Fahrtrichtung machen diese Suite zu einem Erlebnis!

AIDA Blue

AIDA Blue

Als Suitengäste genießen Sie auch noch ein paar Extras. Zur Begrüßung steht eine Flasche Champagner im Kühler, frisches Obst und Naschwerk aus der Confiserie an Bord werden täglich gereicht. Das Frühstück kann in einem seperaten Salon mit Bedienung eingenommen werden und ein Abend im Restaurant Rossini gehört ebenfalls mit dazu.

Es gibt einen Punkt den man bei so einer Buchung mit berücksichtigen sollte. Das Wetter! In den voran gegangenen Tagen gab es in diesem Seegebiet des Atlantischen Ozeans Unwetter. Unsere Fahrt von Gran Canaria (Kanarische Inseln) nach Madeira war zumindest in der ersten Nacht sehr unruhig. Die Dünung (Wellengang) betrug ungefähr 8 Meter, gefühlt mehr als 10 Meter. Das empfindet man im vorderen Teil des Schiffes extrem! Ich fühlte mich zwei Tage lang wie betrunken, ganz ohne Alkohol! Manche nennen es auch Seekrank!

Die erste Nacht haben wir gut überstanden und der folgende Seetag diente zum kennen lernen der AIDAblue und zur Erholung. Ich persönlich mag Seetage sehr gern, da kann man wirklich mal die Seele baumeln lassen und entspannen. Das Wetter wird immer besser und die See immer ruhiger. Super!

Am nächsten Morgen verzaubert uns beim Erwachen die faszinierende Kulisse von Funchal (Madeira).  Gegen 08.00 Uhr laufen wir im Hafen ein und werden von einem super netten AIDA Verrückten namens Ignazio (ich hoffe der Name ist so richtig) mit herzlichen Willkommensrufen und diversen Winkelementen richtig nett beim Einlaufen begrüßt. Ignazio ist tatsächlich so AIDA begeistert, daß er jedes Ein- und Auslaufen eines AIDA Schiffes begleitet. Vielen Dank, Ignazio!

Für Funchal (Madeira – die Blumeninsel) hätten wir uns eine längere Liegezeit gewünscht. Die Insel hat ja einiges zu bieten, wir bleiben allerdings dem Meer treu und unternehmen eine Tour mit dem Katamaran entlang der phantastischen Küste Funchals inklusive Walbeobachtungen. Wir haben auch Glück, einerseits spielt das Wetter mit, andererseits können wir tatsächlich mehrere Gruppen Grindwale über längere Zeit beobachten. Ein tolles Erlebnis. Pünktlich um 20.00 Uhr verlassen wir mit AIDAblue den Hafen von Funchal, Ignazio verabschiedet uns sehr herzlich, gern möchten wir bald wieder kommen.

Auf dem Weg nach Arrecife/Lanzarote (Kanarische Inseln) verbringen wir wieder einen Tag auf dem Atlantik. Das Wetter lädt uns zu einem Sonnenbad ein und wir können sehr gut entspannen. Wer etwas mehr Action braucht – kein Problem! An Bord ist zu jeder Zeit für Beschäftigung und beste Unterhaltung gesorgt. Und nicht zu vergessen – ab und zu gibt es ja auch noch etwas zu Essen! Kleiner Scherz!

Am fünften Tag unserer AIDA Reise laufen wir gegen 08.00 Uhr in Arrecife/Lanzarote in den Hafen ein. Das Wetter ist Prima und wir starten mit dem Bus nach Puerto Calero. Wir haben eine Fahrt mit Submarine Safaris gebucht und besteigen tatsächlich ein Gelbes U-Boot – so wie im bekannten Beatles Song. Sub Fun Tres ist ein W-Sub Mark III Touristen Unterseeboot, 18,6 Meter lang und 4 Meter breit. 44 Passagiere und 2 Piloten haben ausreichend Platz. Durch die Aussichtsfenster bekommen wir einen Einblick in die Tierwelt des Atlantischen Ozeans. Unter anderen sind Braune Zackenbarsche, Meerbrassen und Schwärme von Blöker Fischen  zu sehen. Der aufmerksame Beobachter wird auf dem Meeresboden Sandhaie, Seezungen und Seeigel bemerken und mit etwas Glück zeigen sich Moränen, Rochen und Engelshaie.

Lanzarote/ U-Boot

Lanzarote/ U-Boot

Insgesamt ein interessanter und vor allem für Kinder spannender Ausflug. Um 17.30 Uhr heißt es wieder alle Mann an Bord, denn AIDAblue will pünktlich 18.00 Uhr auslaufen. Wir haben nur eine kleine Etappe vor uns, denn schon gegen 24.00 Uhr erreichen wir Puerto del Rosario/Fuerteventura.

Wir unternehmen eine Rundfahrt mit dem Bus und verschaffen uns so einen Eindruck von Fuerteventura. Mir persönlich ist es hier zu karg, der extremen Trockenheit geschuldet. Andererseits hat diese Landschaft auch ihre Reize. Zum einen gibt es tolle Strände, zum anderen fand ich ein Farbspiel der verschiedenen Erdtöne in Verbindung mit Sonne extrem schön. Durch die extreme Trockenheit ist der Grundwasser Spiegel in den letzten Jahren stark gesunken. Der Anbau von Tomaten und Bananen lohnt sich kaum noch. Alternativen sind gefragt. Eine davon ist der Anbau von Aloe Vera und die Herstellung diverser Aloe Vera Produkte (siehe Bild). Als Fazit: Man liebt Fuerteventura oder auch nicht! Pünktlich um 18.00 Uhr: Auslaufen aus dem Hafen von Puerto del Rosario mit Kurs auf Santa Cruz de Tenerife.

Kanarische Inseln mit AIDA

Kanarische Inseln mit AIDA

Teneriffa ist für mich persönlich eine der schönsten Inseln der Kanaren. Wir nutzen den Tag und fahren mit dem Bus zum Loro Parque. Der Loro Parque wurde am 17. Dezember 1972 eigentlich als ein Paradies für Papgeien schlechthin gegründet. Jedoch hat sich der Park zu einer zoologische Einrichtung entwickelt, welcher die grösste und bedeutendste Genreserve der Welt nachweisen kann. Die Schönheit und die Qualität seiner exzellenten Anlagen, welche dem Naturschutz zu 100 Prozent verschrieben sind, machen den Loro Parque zu einem der beliebtesten und bekanntesten Zoos der Welt. Wir waren selbst bereits das zweite Mal da, ich würde den Park jedoch ebenfalls immer wieder gern besuchen. Mit tollen Erlebnissen im Kopf genießen wir die letzten Stunden dieser schönen Reise an Bord von AIDAblue.

Kanarische Inseln mit AIDA

Ein letztes Auslaufen und wir verlassen Santa Cruz de Tenerife, um am frühen Morgen des folgenden Tages bereits um 05.00 Uhr Las Palmas/Gran Canaria zu begrüßen. Ein letztes Frühstück im Restaurant und dann geht es bereits von Bord! Der Flieger erwartet uns schon bald. Schade, aber immerhin ist nach der Reise auch wieder vor der Reise. Und bekanntlich ist ja Vorfreude immer noch die schönste Freude!

Bis bald –  auf AIDA sehn!

Marek Decker

Mit AIDAcara von den Kanarischen Inseln bis Kapverden

Liebe(r) Leser(in),

Ende Januar ging es endlich los. Wir starten bei knackigen minus 10*C mit Air Berlin von Berlin Tegel nach Las Palmas auf Gran Canaria. Auf dem Flughafen werden wir schon mal freundlich, fröhlich begrüßt. Rein in den Bus und nach ca. 25 Minuten Fahrzeit sehen wir sie vor uns. AIDAcara, wie alle AIDA Schiffe mit dem freundlich, sympatischen Kußmund!

Am Abend, nach der obligatorischen Seenot Rettungsübung, nahm unser Schiff Kurs auf die  Insel La Gomera. Sie ist die zweit kleinste Kanarische Insel  und landschaftlich sehr reizvoll. Bis zu 1486 Metern ragt die Insel aus dem Atlantischen Ozean heraus. Durch starke Zerklüftung sind eindrucksvolle Schluchten und Täler entstanden. Die Vegetation ist sehr abwechslungsreich, besondere Beachtung verdient der Urwald aus Lorbeer- und Heidegewächsen mit Flechten und Moosen. 2012 wüteten erhebliche Brände auf La Gomera, größere Teile des beschriebenen Urwaldes wurden zerstört. Wir konnten uns jedoch selbst davon überzeugen, daß auf den Brandflächen das erste Grün wieder zu sehen ist! Besonders beeindruckend sind die Kanarischen Dattelpalmen – aus dem völlig verkohlten Stamm sprießen tatsächlich neue Blätter (Palmenwedel). Nach unserem tollen Inselausflug ging es wieder an Bord.

Kanarische Inseln mit AIDAcara

Kanarische Inseln mit AIDAcara

Nun lagen auf dem Weg zu den Kapverden zwei Seetage vor uns. Endlich einmal Zeit um auszuspannen und das schöne Wetter zu genießen. Langeweile kommt auf den AIDA Clubschiffen sowieso nicht auf. An Bord gibt es Freizeiteinrichtungen aller Art. Wellness, Fitness, Shows und niveauvolle Animation sind angesagt.  Für Wissensdurstige gibt es spezielle Infotainment Veranstaltungen, diese sind meine persönliche Empfehlung. Auch für Kinder fast aller Altersklassen gibt es hervorragende Angebote. So können sich die Kids auch mal von den Eltern erholen!

Land in Sicht – die Kapverdischen Inseln sind erreicht. Am ersten Tag dieses besonderen Afrika Besuches legen wir im Hafen von Mindelo an. Hier leben mehr als 80 Prozent der ca. 80000 Inselbewohner von Sao Vicente. Die gesamte Insel ist sehr trocken, landschaftlich wird sie von dem mächtigen Berg Monte Verde (750m) beherrscht.

In Mindelo kann man in unmittelbarer Nähe des Hafens den Mercado de Peixe (Fischmarkt), den Torre de Belém (Nachbildung des gleichnamigen Turms bei Lissabon), die Bronzebüste von Diego Afonso, die Uferstraße mit ihren schönen Herrenhäusern und ein Stück weiter die Esplanada, den Stadtpark, besuchen. Ansonsten hatte ich persönlich vom Leben der Einheimischen einen sehr armen Eindruck.

Weiter ging es zur nächsten Insel – Santiago, sie ist die größte Insel der Kapverden und wir besuchten die Hauptstadt Praia mit etwas mehr als 100.000 Einwohnern.  Aber auch hier finden Sie Armensiedlungen und Vorstädte mit mehrstöckigen Betonbauten. Praia ist wenig touristisch erschlossen, dennoch gibt es einiges zu entdecken: Auf einem Plateau gelegen präsentiert sich der Altstadtkern mit seinen prächtigen Häusern aus der Kolonialzeit und der Praça Alexandra de Albuquerque. Hier befinden sich auch die Kirche Nossa Senhora da Graça, der Lebensmittelmarkt, der Justizpalast, das Museo Ethnográfico, der Präsidentenpalast, das Parlamentsgebäude im Stadtteil Achada de Santo António, und die Altstadtfestung Bateira, hier kann man einen wunderschönen Blick auf das Meer genießen. Wir erleben Praia mit einem Taxi, ein Erlebnis besonderer Art.

Am Abend legt unsere AIDAcara planmäßig ab. Wieder erwarten bekommen wir sogar einen Lotsen an Bord, was in Afrika keine Selbstverständlichkeit war. Unser Kapitän verriet uns einmal was Lotsen an Bord so tun – wenn die Passage schwierig ist dann Kurse ansagen, ansonsten Kaffee trinken.

Zwei Seetage vergehen wieder sehr schnell bei vielfältigen Aktivitäten, einem super Unterhaltungsprogramm und gigantischem Speisenangebot.

Teneriffa ist unser nächstes Ziel.  Als größte Insel des kanarischen Archipels präsentiert sie sich besonders freundlich. Teneriffa bietet Strandurlaubern und Wassersportlern als auch Naturliebhabern und Wanderern eine Menge. Kontrastreiche Landschaften halten in den Küstenregionen und im Hinterland wunderschöne Rad- und Wanderrouten bereit, die dem Besucher die artenreiche Flora und Fauna, sowie Highlights wie das Vulkanmassiv im Zentrum mit Spaniens höchstem Berg, dem Pico del Teide (3718 m), und besonders interessante Städte  erschließen. Neben den zahlreichen Stränden überzeugt Teneriffa vor allem mit einem großen Freizeitangebot, bei dem Menschen jeden Alters auf ihre Kosten kommen. Wir besuchen während unseres Aufenthaltes den Loro Parque und sind total begeistert!

Über Nacht bringt uns AIDAcara zur nächsten Insel.

Wir erreichen Lanzarote. Sie ist die die am weitesten nordöstlich gelegene Insel der Kanaren und liegt ca. 125 km vom afrikanischen Festland entfernt. Lanzarote ist rein vulkanischen Ursprungs und hat eine Fläche von 795qkm, ist ca 60 km lang und 22 km breit und damit die viertgrößte Insel der Kanaren.  Lanzarote präsentiert sich mystisch und bizarr. Es gibt auf der Insel kaum Grünflächen oder Bäume, überall befindet sich erstarrte Lavamasse. Weite Teile der Insel gleichen einer Mondlandschaft. Die letzten Vulkanausbrüche zwischen 1730 und 1736 begruben fast zwei Drittel der Insel unter Lava. So entstanden die „Montanas del Fuego“, die Feuerberge, die zu den am meisten besuchten Attraktionen der Insel gehören. Wir haben uns hier ebenfalls umgesehen, einfach beeindruckend und unbedingt zu empfehlen. 1974 wurde das Gebiet zum Nationalpark Parque Nacional de Timanfaya erklärt.

Leider sind wir schon am Ende unserer 10tägigen Reise mit AIDAcara angekommen. Über Nacht schippern wir nach Gran Canaria und starten am Vormittag vom Flughafen in Las Palmas  aus in Richtung Heimat.

Tolle, erlebnisreiche Tage haben wir an Bord von AIDAcara verbracht. Wir kommen bald wieder!

Marek Decker