Unsere Ostseereise mit Mein Schiff 4

Liebe(r) Leser(in),

endlich ist es so weit. Wir starten ab Dresden am frühen Morgen mit der Deutschen Bahn. Umstieg in Berlin und dann in Hamburg noch einmal raus aus dem ICE und rein in die Regionalbahn nach Kiel. Es funktioniert alles wie am Schnürchen! Ein Kompliment an den Zugbegleiter der DB. Er organisiert den geplanten Umstieg in Berlin Hauptbahnhof um. Wir steigen jetzt bereits am Südkreuz in den Zug nach Hamburg. Hier steht der Zug direkt am Nachbargleis, wir ersparen uns lange Wege. Unser mitdenkender und ausgesprochen netter Zugbegleiter hilft sogar noch beim Aussteigen und dem Koffertransport. Herzlichen Dank!

Pünktlich kommen wir in Kiel Hauptbahnhof an. TUI Cruises hat alles sehr gut organisiert. Wir entledigen uns der Koffer und gelangen zum kostenlosen Busshuttle, welcher die Gäste zu Mein Schiff 1 und Mein Schiff 4 bringt. Beide Schwesternschiffe liegen zu dieser Zeit in Kiel und werden auch gemeinsam um 19.00 Uhr auslaufen.

Gegen 13.30 Uhr  sehen wir dann unser Schiff, die Mein Schiff 4. Der Check In verläuft zügig, wir müssen keine Minute anstehen. Sehr angenehm!

Mein Schiff 4

Mein Schiff 4

Wir sind endlich an Bord angekommen. Eine kleine Stärkung können wir in den geöffneten Restaurants zu uns nehmen. Anschließend ein erster Rundgang über das Schiff. Um 15.00 Uhr sind dann auch die Kabinen bezugsfertig. Alles macht einen guten Eindruck!

Vor dem Auslaufen findet gegen 17.00 Uhr die Seenotrettungsübung statt. Nun weiß jeder wo er sich im Notfall einzufinden hat!

Anschließend gerate ich in Gewissenskonflikte. Um 18.00 Uhr beginnt im Rahmen der Fussball Europameisterschaft das Spiel Deutschland gegen die Slowakei. Zum Abendessen könnte man gehen. Und 19.00 Uhr soll unser Schiff auslaufen, übrigens erstmals wieder mit Der Grossen Freiheit – als Auslaufmusik, interpretiert von Unheilig.

Ich löse den Konflikt in dem ich Fussball bis zur Halbzeit schaue, anschließend einen kleinen Snack im Restaurant zu mir nehme, pünktlich 19.00 Uhr an Deck das Auslaufen nicht so ganz geniesse und dann schnell wieder zum Fussball eile! Stress am ersten Tag pur. Aber es hat sich gelohnt. Deutschland gewinnt 3 zu 0!

Der kommende Tag ist ein Seetag. Motto: Erholung auf See!

Am 28.06.2016 legt unsere Mein Schiff 4 in Gdingen/Danzig an. Wir freuen uns auf unseren Ausflug in die Kaschubai. Auf Kaschubisch Kaszebe oder Kaszëbskô, auf Polnisch Kaszuby. Die sprachliche Dreifachbenennung für diese Region in Pommerellen südwestlich von Danzig an der polnischen Ostseeküste ist begründet das Kaschubien sowohl unter polnischer als auch kurzzeitig unter deutscher Verwaltung stand. Wir lernen Land und Leute kennen, erfahren einiges über Kartäuser, erleben eine kaschubische Folkloregruppe und löffeln wohlschmeckende Kartoffelsuppe aus einem duftenden Brotleib – lecker!
Ansonsten ist in dieser Region die sogenannte Dreistadt prägend. Diese setzt sich aus dem schönen Danzig (Gdansk), dem noblen Badeort Sopot und der ziemlich grauen Hafenstadt Gdingen zusammen. Und genau hier, in der noch ziemlich durch sozialistische Zweckbauten geprägten Hafenstadt, laufen die Kreuzfahrschiffe ein, welche wie wir auf der Ostsee touren.

Um 17.30 Uhr heißt es: Alle Mann (und Frau) an Bord! Wir starten in Richtung Litauen und laufen pünktlich am nächsten Morgen um 07.00 Uhr im Hafen von Klaipeda ein.
Wir haben uns für einen Ausflug zur Vogelwarte entschieden.
Ventės ragas oder auf Deutsch auch das Windenburger Eck genannt befindet sich im südlichsten Teil des litauischen Haff-Gebietes. Das Gebiet zählt zum Regionalpark des Memeldeltas. Unweit der Landzunge erstreckt sich das Ausflussgebiet der Memel (Nemunas). Die Nemunas ist der größte Fluss Litauens und mündet unweit des Windenburger Ecks in das Kurische Haff.

Der deutsche Name der Region beruht auf der 1360 vom deutschen Orden errichteten Windenburg. Die Windenburg diente ursprünglich der Sicherung und Kontrolle des Memeldeltas. Die Burg existiert heute nicht mehr, das umliegende Memelgebiet gehörte bis 1919 zum deutschen Staatsgebiet. Die Litauer selbst nennen das Windenburger Eck auf Grund seiner Form das Horn von Ventė (Ventės ragas). Am letzten Zipfel des Hornes befindet sich seit 1929 die von uns besuchte Vogelwarte. Sie ist die älteste ihrer Art in ganz Europa.Der Standort der Warte begründet sich in dem Umstand, dass hier besonders viele Vögel auf Ihrem Zug eine Ruhepause einlegen und dies so eine geeignete Stelle für Untersuchungen und Erhebungen darstellt. Jährlich werden mehrere Tausend Vögel mit Ringen versehen um so deren Zug, Alter und Herkunft genauer zu bestimmen. Dieses etwas altmodisch anmutende Verfahren stellt auch heute noch, neben der Verwendung von GPS und Funknavigation, das wichtigste Werkzeug in der Ornithologie dar. Weltweit sind viele Millionen Tiere mit Ringen versehen und geben so Auskunft über Ihre Herkunft und Zugrichtung. Um die Vögel für die Beringung und Bestimmung einfangen zu können, stehen in Ventė wenige Meter von der Uferlinie entfernt, große Fangnetz bzw. Fangtrichter (es ist das ähnliche Prinzip einer Fischreuse) welche die Vögel am Weiterzug hindern. Ein kleines ornithologisches Museum, dass sich mit der Vogelwarte und den Vogelarten des Kurischen Haffs beschäftigt ergänzt die Anlage.
Uns hat dieser Ausflug sehr gut gefallen. Eine Empfehlung für Familien mit Kindern und für alle an der Natur interessierten.

Auf dem Rückweg zum Schiff besichtigen wir noch Klaipeda. Die größte Sehenswürdigkeit der Stadt steht auf dem Markt. Ein Denkmal für den Dichter Simon Dach. Simon Dachs berühmtestes Werk ist wohl das Volkslied „Ännchen von Tharau“, im Original „Anke van Tharaw“. Dieses Lied wurde erstmals von Heinrich Albert vertont. Später komponierte Friedrich Silcher die heute bekannte Melodie und Gottfried Herder übersetzte den Text vom Plattdeutschen ins Hochdeutsche. Es hat mich doch zum Schmunzeln gebracht vor dem Denkmal eine deutschsprachige Seniorengruppe zu sehen und vor allem zu hören, wie inbrünstig dieses Volkslied intoniert wurde.

Wir sind zurück an Bord der Mein Schiff 4. Ein Seetag liegt vor uns bevor wir am 5.Tag unserer Ostseekreuzfahrt St. Petersburg/Russland erreichen.

St. Petersburg

St. Petersburg


01. Juli 2016 – pünktlich und bei schönstem Sommerwetter kommen wir in St. Petersburg an. Gut zu sehen die Baustelle für das neue Fussball Stadion für die Weltmeisterschaft 2018. Später werden wir noch sehen das an der Infrastruktur intensiv gearbeitet wird. Schon gigantisch.
In Russland benötigen wir nun endlich einmal unsere Reisepässe. Als Teilnehmer eines organisierten Ausfluges wird kein extra Visum verlangt. Die uniformierte Dame der Passkontrolle vermittelt mir nicht gerade den Eindruck das ich hier herzlich willkommen bin. Was solls!
Wir starten unseren Ausflug zum Peterhof, die Sommerresidenz der russischen Zaren. Der beeindruckende Palast die grandiosen Wasserspiele und die weitläufige Parkanlagen zählen zu den schönsten barocken Ensembles der Welt. Das ganze vor der traumhaften Kulisse des Finnischen Meerbusens, eine unbedingte Empfehlung! ABER – nicht zu dieser Jahreszeit! Gefühlte Millionen Touristen beeinträchtigen dieses Erlebnis leider wesentlich.

Zu unserer Reisezeit erlebt man auf jeden Fall noch die sogenannten Weißen Nächte. Das heißt es wird von Mitte Juni bis Mitte Juli Nachts nicht ganz dunkel. Auch in anderen Regionen nördlich des 60. Längengrades kann dieses Phänomen beobachtet werden.

Tag 2 unseres Aufenthaltes in St. Petersburg.
Heute ist die Passkontrolle etwas entspannter. Die uniformierte Dame hat gelächelt. –
Wir fahren mit dem Bus in das Zentrum von St. Petersburg. Eine Schifffahrt auf der Newa steht auf dem Programm. Bei strahlendem Sonnenschein macht das wirklich Spaß. Wir fahren auch durch diverse Kanäle abseits des großen Stromes. Es ist Aufmerksamkeit geboten, denn hier werden viele kleine Brücken unterfahren und man muss den Kopf einziehen! Anschließend besuchen wir die Peter und Paul Festung.
Der 16. Mai 1703 gilt als der Gründungstag St. Petersburgs. Am gleichen Tag begann man mit dem Bau der Festung auf der Haseninsel im sumpfigen Newa-Delta. Die Natur stellte eine große Herausforderung. Zehntausende von Leibeigenen, die in Hütten hausten, errichteten Erdwälle, die wenige Jahre später durch Steinmauern ersetzt wurden. Nachdem Peter der Große die Schweden besiegt hatte, sollte so der Zugang zur Ostsee gesichert werden. Beim Bau der Festung starben mehr als 100 000 Menschen, durch Fieber, Seuchen und Entkräftung. Schon kurz nach Fertigstellung diente die Festung, welche nie militärisch zum Einsatz kam, als Gefängnis für Gegner der Zarenherrschaft. Unter anderen wurde Fjodor Dostojewski hier inhaftiert, bevor man ihn nach Sibirien deportierte. Auch der Bruder Lenins verbrachte nach seinem Attentatsversuch auf den Zaren die letzten Tage vor seiner Hinrichtung in der Festung.
Wir besichtigten die prächtige Peter-und-Paul-Kathedrale, welche die die Grablege der Zarenfamilie beherbergt. Sehr beeindruckend. Nur gut das unsere Reiseleiterin uns beiläufig erzählte, das 12.00 Uhr auch heute noch eine Kanone abgefeuert wird. Einige Zeit später krachte es tatsächlich sehr mächtig. Ohne das Hintergrundwissen wäre bestimmt bei manchem Panik ausgebrochen.
Insgesamt ein zu empfehlender Ausflug.
Pünktlich um 18.00 Uhr verlassen wir den Hafen von St. Petersburg und Mein Schiff 4 nimmt mit uns Kurs auf Tallin/Estland.

In Tallin können wir uns wieder frei, ohne Passkontrollen bewegen, was doch sehr angenehm ist. Wir haben eine organisierte Bustour gebucht um die Hauptstadt Estlands kennen zu lernen. Zu den Olympischen Sommerspiele 1980 fanden hier die Disziplinen im Segeln statt. Dafür wurde natürlich ein Segelhafen und das dazugehörige Olympische Dorf gebaut. Wir machen auf unserer Tour hier halt. Ich muß leider sagen, es hat sich nach 1980 hier wahrscheinlich keiner mehr darum gekümmert, leider.
Anschließend können wir ausgiebig die Altstadt Tallins kennen lernen. Die Stadt wurde im Mittelalter gegründet und strahlt auch heute noch dieses Flair aus. Fazit: Tallins Altstadt unbedingt erleben!

Tallin

Tallin


Unsere Reise geht ganz langsam zu Ende. Nach Tallin erwartet uns aber Morgen noch ein weiterer Höhepunkt. Wir freuen uns auf Stockholm!
Am Abend ermutigte uns unser Kapitän Jens Troier doch mal für den nächsten Morgen den Wecker zu stellen. Grund: Die Fahrt durch die Schärengärten vor Stockholm.
Na dann, erst mal Abends bis Früh Fußball EM geschaut (zusätzlich noch Zeitverschiebung) und auf 04.00 Uhr den Wecker gestellt – super Urlaub!
Mein Schiff 4 in den Schärengärten vor Stockholm

Mein Schiff 4 in den Schärengärten vor Stockholm


Aber ich kann sagen, es hat sich auf alle Fälle gelohnt! Der Stockholmer Schärengarten besteht aus ungefähr 30 000 Inseln, Schären und Felsen, die sich 80 km östlich vom Stadtzentrum in die Ostsee erstrecken. Einige größere Inseln sind auch bewohnt. Es waren Brutkolonien diverser Seevögel zu sehen, auch zahlreiche Seeadler konnten beobachtet werden. Das allerbeste jedoch war das ganz besondere Licht der Morgensonne. Einfach ein Traum!
Gegen 08.00 Uhr lag die Mein Schiff 4 pünktlich am Kai in Stockholm. Die Stadt bot schon vom Schiff aus eine tolle Kulisse. Irgendwie wie Liebe auf den ersten Blick.
Stockholm, die Hauptstadt und auch einzige Millionenstadt Schwedens, hat Charme. Die Stadt bietet so viel, das man einige Tage Urlaub sehr gut hier verbringen kann. Wir haben uns für eine Tour entschieden um uns ganz simpel einen Überblick mit Rundfahrt und Stadtrundgang über Stockholm zu verschaffen. Als speziellen Höhepunkt besuchten wir die Eisbar, welche als einzige europaweit ganzjährig betrieben wird. Wirklich eine nette Erfahrung.
Ansonsten war unsere Zeit hier viel zu kurz, so müssen das Vasa Museum, Junibacken, Globe Arena, Schloß Gripsholm und und und – noch auf uns warten. Wir kommen sehr gern wieder!
Stockholm

Stockholm


Das letzte Auslaufen unserer sehr schönen Ostseereise steht an. Wir genießen noch einmal die GROSSE FREIHEIT und nehmen Abschied von Stockholm. Der Kapitän darf noch eine kleine Runde Richtung Stadt fahren, zwei weitere grosse Schiffe fahren uns voraus und wir können noch einmal die tolle Schärenlandschaft bis zur offenen See geniessen. Das dauert ungefähr vier Stunden.

Unser Kapitän Jens Troier wird Übermorgen mit uns das Schiff verlassen, er macht Urlaub. Sein Nachfolger ist schon an Bord – Andreas Greulich (ehemals MS Deutschland).

Wir geniessen noch diesen Abend und den kommenden Seetag. Am 06.Juli 2016 treffen wir pünktlich um 06.30 Uhr in Kiel ein. Ich traue meinen Augen kaum, uns gegenüber liegt unser Schwesternschiff Mein Schiff 5 – niegelnagelneu, kurz vor der Taufe. Schöner Abschluss!

Mein Schiff 5 - Juli 2016 in Kiel vor der Taufe

Mein Schiff 5 – Juli 2016 in Kiel vor der Taufe

Na dann vielleicht bis bald. Auf Wiedersehn!

Marek Decker

NABU lobt AIDA und TUI Cruises

Liebe(r) Leser(in),

der Naturschutzbund hat auch in diesem Jahr die europäischen Kreuzfahrtschiffe hinsichtlich ihrer Umweltfreundlichkeit unter die Lupe genommen. Als sehr positiv wird bewertet, das  die Schiffe der führenden Anbieter sauberer werden, jedoch noch immer sind viel zu viele Dreckschleudern unterwegs!

Das Ranking zeigt, dass sich AIDA Cruises weiter an der Spitze behaupten konnte. Bereits im letzten Jahr waren die Schiffe „Prima“ und „Mia“ die beiden Neubauten mit der besten Abgastechnik.  AIDA hat vor Kurzem angekündigt, dass zwei noch namenlose Neubauten erstmals komplett auf Schweröl verzichten und alternativ mit umweltfreundlicherem Flüssiggas (LNG) betrieben werden sollen. Dies hätte zur Folge, das nahezu ohne die Entstehung schädlicher Luftschadstoffe wie Feinstaub, Ruß und Schwefeloxiden gearbeitet werden kann. Am Markt können nur die vom italienischen Mutterkonzern Costa in Auftrag gegebenen, baugleichen Schiffe können mithalten. In dessen Folge teilen sich Costa und AIDA dementsprechend die Führungsposition in puncto Umweltverträglichkeit.

Leider halten alle anderen Kreuzfahrt Anbieter nach wie vor am Betrieb mit giftigem Schweröl fest und investieren nur auf gesetzlichen Druck in Abgastechnik. So investierten fast alle Reeder in Abgaswäscher, so genannte Scrubber, um auch nach Inkrafttreten verschärfter Schwefelgrenzwerte in Nord- und Ostsee weiterhin mit Schweröl fahren zu können.

Die NABU Studie benennt auch die Sünderlein:  MSC Cruises, Royal Caribbean, Viking Ocean oder Norwegian Cruises sehen leider, leider, leider trotz massiver Umweltauswirkungen offenbar keinerlei Veranlassung, selbst ihre Neubauten mit Systemen zur Abgasreinigung auszurüsten oder auf schwefelarmen Kraftstoff umzurüsten. Das starke Wachstum der Kreuzfahrt Industrie wird über kurz oder lang zu Umweltproblemen führen. Ein Umdenken aller Beteiligten ist dringend erforderlich – jetzt!

Die Stadt Hamburg geht schon mal einen Schritt in die richtige Richtung. So konnte am Terminal Altona ein Landstromanschluss angeboten werden und es wurde die landseitige Infrastruktur der LNG-Barge am Terminal Hafencity finanziert. Nun sollten die Reeder den dort bereitgestellten Strom im Hafen auch abnehmen, damit die Schiffsmotoren wenigstens für die Liegezeit im Hafen abgeschaltet werden können!

Auch Sie können sich vor der nächsten Buchung einer Kreuzfahrt mit dem Umweltaspekt auseinander setzen. Entweder bei der Wahl des Schiffes oder falls Ihr Lieblingsanbieter noch zu den Umweltsündern zählt, so sprechen Sie diesen doch mal auf das Thema an.

Ich wünsche Ihnen eine Gute Reise!

Marek Decker

 

Neue Schiffe braucht das Land

Liebe(r) Leser(in),

der deutsche Kreuzfahrtmarkt hat sich enorm entwickelt und liegt an zweiter Stelle weltweit. 1,77 Millionen Deutsche unternahmen im Jahr 2014 eine Kreuzfahrt! Damit rangiert Deutschland wie bereits erwähnt auf Platz 2, natürlich hinter den Amerikanern. Erfolgreich wurden die Engländer verdrängt, jedoch könnte Deutschland Rang 2 schon bald an die Chinesen verlieren, denn die holen gerade im asiatischen Raum stark auf.

Hoffnungsvoll stimmt mich jedoch das Verhalten am Markt von unseren deutschsprachigen Familienkreuzfahrt Spezialisten AIDA Cruises und TUI Cruises.

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AIDA stellt in Kürze  AIDAprima in Dienst, 2016 folgt ihre Schwester AIDAmia. Diese beiden Schiffe wurden bzw. werden in Japan gebaut. Danach wird die Partnerschaft mit der Meyer Werft in Papenburg fortgesetzt. Der Auftrag für zwei weitere Neubauten der nächsten AIDA Schiffsgeneration wurde bereits erteilt. Die Schiffe mit einem Volumen von über 180.000 gt und einer Kapazität von jeweils mehr als 2.500 Kabinen werden 2019 und 2020 die AIDA Flotte verstärken.  AIDA Cruises wird weiterhin mit einem bahnbrechenden Schiffsdesign erneut ein Zeichen für den Umweltschutz setzen: Mit dem Konzept „Green Cruising“ wird AIDA als weltweit erste Kreuzfahrtreederei ihre neue Schiffsgeneration zu 100 Prozent mit LNG (Flüssigerdgas) betreiben. Dadurch werden die Emissionen von Rußpartikeln und Schwefeloxiden vollständig vermieden.

Da kann ich nur sagen: Danke, AIDA! Wir freuen uns!

Bei TUI Cruises stehen die Zeichen auch auf Wachstum! Die Mein Schiff 4 wurde gerade erst am 06. Juni 2015 in Dienst gestellt, die Mein Schiff 5 geht 2016, die Mein Schiff 6 2017 an den Start. Die beiden weiteren Neubauten würden in 2018 und 2019 folgen. Mit dieser modernen Sechs-Schiff-Flotte will TUI Cruises langfristig am Marktwachstum partizipieren.

Die für 2018 und 2019 geplanten Neubauten werden die Mein Schiff 1 und Mein Schiff 2 schrittweise ersetzen. Die ersten beiden Schiffe von TUI Cruises werden innerhalb der TUI Group an Thomson Cruises übergeben. Damit wird die Verjüngung der Flotte bei der britischen Tochtergesellschaft fortgesetzt.

Ich denke wir können uns in den kommenden Jahren auf eine spannende Entwicklung des deutschen Kreuzfahrtmarktes freuen.

Ich wünsche eine Gute Reise!

Marek Decker